GAGU-Zwergenhilfe löste Wettversprechen ein

Kartoffelfest

Die GAGU-Zwergenhilfe hat ihr Wettversprechen am Sonntag mit einem Kartoffelfest auf dem Rathaus-Vorplatz eingelöst. Das Fest für die ganze Familie war der Einsatz dafür, dass es Bürgermeister Mike Rexforth im vergangenen Jahr gelungen war, 50 000 Euro für die Unterstützung von Waisenkindern in Sierra Leone zu sammeln.

Schermbeck

, 04.09.2017 / Lesedauer: 3 min
GAGU-Zwergenhilfe löste Wettversprechen ein

Die siebenjährige Lea Rohmann ließ zu, dass Teile ihres Spielzeugs von ihrer Mutter verkauft wurden. Den Erlös überreichte sie an die GAGU-Sprecherin Gudrun Gerwien.

Viel Lob gab es vom Bürgermeister für die Arbeit der GAGUs. „Ich bin nicht Gewinner der Wette, sondern die Kinder in Sierra Leone“, stellte Rexforth bescheiden fest, bevor er im Hinblick auf die guten Lebensbedingungen in Deutschland die Bürger bat, für 25 Euro im Monat eine Patenschaft für ein Kind in Sierra Leone zu übernehmen. Eine unerwartete Spende floss den GAGUs am Sonntag zu. Gerührt nahm GAGU-Sprecherin Gudrun Gerwien Geld der siebenjährigen Lea Rohmann entgegen, die mit dem Verkauf ihres Spielzeugs durch ihre Mutter Yvonne einverstanden war.

Die Kartoffel stand am Sonntag im Mittelpunkt des Fests. Kurt Gerwien hatte eine mannshohe Kartoffel aus einer Sperrholzplatte geformt und mit Händen und Füßen versehen. Besucher konnten durch ein Loch gucken und sich als Kartoffelprinz oder -prinzessin fotografieren lassen. Ein Kartoffelquiz verlangte viel Wissen ab; die besten Kartoffelschäler maßen sich in einem Wettbewerb.

Spiralen und Suppe

Kartoffeln standen auch im Mittelpunkt der Verpflegungsstände. Michael Giel und Adolf Klammer verwöhnten Gäste mit Reibepfannkuchen. Nebenan gab es Kartoffelspiralen und Kartoffelsuppe, Gerhard Ulfkotte und Daniel Nagy Pommes boten weitere Kartoffel-Klassiker an. Musik gab es vom Geiger Stoyanov Gancho und dem Akkordeonspieler Chakarov Zlatko sowie zwei jugendlichen DJs aus Oer-Erkenschwick, die sich so für die Betreuung bedankten, die sie von der „GAGU-Zwergenhilfe-Gemeinsam leben“ eineinhalb Jahre lang erfuhren. Die von Karin Hellmig geleiteten „Country Liners“ erfreuten mit einem Querschnitt ihres tänzerischen Programms. Kinder konnten einen Hindernis-Parcours bewältigen, sich auf eine Schatzsuche begeben, ein GAGU-Puzzle zusammenfügen oder sich das Gesicht bunt bemalen lassen.

An einem Stand bot Barbara Malhotra für das Projekt „Africulture hilft“ afrikanische Textilien und Lederwaren an, um mit dem Erlös Slum-Kindern in Nairobi das tägliche Essen und einen Schulaufenthalt zu ermöglichen.

Home of Hope

GAGU-Fotograf Karl-Heinz Skowronek informierte auf einem großen Bildschirm über das von den GAGU-Kinderheim „Home of hope“ in Sierra Leone. Der Ausbau der Baptist-Schule schreitet dort voran. Im Anbau sollen künftig weitere 100 Schüler unterrichtet werden. Im Ausbildungszentrum für Näher und Bäcker haben inzwischen 15 Näherinnen ihre einjährige Ausbildung begonnen und Schuluniformen genäht.

Flut-Katastrophe

Skowroneks Dokumentation berichtete zudem von den verheerenden Auswirkungen der jüngsten Flut. Eine obdachlose Familie wurde ins „Home of hope“ aufgenommen; eine weitere Familie wird finanziell unterstützt.

Wer die Projekte der GAGUs unterstützen möchte, kann Geld überweisen. Das Konto der Nispa: IBAN DE67 3565 0000 0000 2548 54; BIC WELADED1WES. Das Volksbank-Konto: IBAN DE55 4006 9363 0777 7779 00; BIC GENODEM1SMB.