Gahlener Ehrenmal bietet seit 60 Jahren viel Platz zum Gedenken

Erweiterung im Jahr 1953

Nicht immer war das Gahlener Ehrenmal so groß, wie es sich den Teilnehmern an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag und am Schützenfestsonntag im August zeigt: Die Erweiterung wurde am 22. November 1953 eingeweiht. Und bis heute gedenken die Gahlener dort regelmäßig den Opfern der Kriege.

Gahlen

von Von Helmut Scheffler

, 21.11.2013, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das im Jahre 1922 errichtete Gahlener Ehrenmal wurde 1953 um seine beiden seitlichen Flügel erweitert. Die Einweihung fand am 22. November 1953 statt.

Das im Jahre 1922 errichtete Gahlener Ehrenmal wurde 1953 um seine beiden seitlichen Flügel erweitert. Die Einweihung fand am 22. November 1953 statt.

Er wies darauf hin, dass die Dorfgemeinschaft verpflichtet sei, ihrer Toten zu gedenken. Die Gemeinde Gahlen habe im letzten Krieg zahlreiche Opfer gebracht. 183 Namen wurden auf den Steinplatten verewigt. Es handelte sich um 98 gefallene Soldaten, 61 vermisste Soldaten, 19 gefallene Zivilisten sowie um vermisste Zivilpersonen. Zwei Jahrzehnte später zeigte das Ehrenmal so starke Verwitterungsschäden auf, dass im Jahr nach der kommunalen Neuordnung die Schermbecker CDU die Restaurierung des Ehrenmals im inzwischen eingemeindeten Ortsteil Gahlen beantragte. Im Herbst 1976 wurden die Schriftzeichen der Platten erneuert. Zweieinhalb Jahrzehnte später waren die Platten mit den Namen der Gefallenen und Vermissten morsch und teilweise unleserlich geworden. Glücklicherweise hatte ein Vereinsmitglied im Mai 1990 die Platten mit den Namen fotografiert. Anlässlich der 50. Wiederkehr des Tages, an dem die seitlichen Erweiterungen des Ehrenmals im Jahre 1953 vorgenommen wurden, ergriff der Heimatverein die Initiative, um eine Sanierung zu erreichen. Der Verein erhielt 4254,21 Euro von der aufgelösten Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft. Der Raesfelder Bildhauer Guido Löchteken wurde beauftragt, eine Bronzetafel anzufertigen mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Zweimal jährlich – beim Schützenfest und am Volkstrauertag – versammeln sich die Gahlener, um der Opfer zweier Weltkriege zu gedenken. Unbewusst legt hier die Bevölkerung dafür Zeugnis ab, dass es stets der „kleine Mann“ war, der die Ideologie der Herrschenden im eigenen Blut ausbaden musste.  

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