Gedenkstein in Weselerwald enthüllt

Festakt

Schermbeck Einen Geschichtsstein enthüllte der von Maike Thiemann geleitete Heimatverein Weselerwald und Umgebung an der Friedenseiche.

von Von Helmut Scheffler

, 09.11.2009, 17:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die HV-Vorstandsmitglieder Karl Westerhuis (l.) und Heinz-Erich Ohletz (r.) enthüllten den Gedenkstein.

Die HV-Vorstandsmitglieder Karl Westerhuis (l.) und Heinz-Erich Ohletz (r.) enthüllten den Gedenkstein.

Die Teilnehmer trafen sich am Donnerstagabend an der ehemaligen Weselerwalder Schule gegenüber dem Landhotel Voshövel. Dort wurden die von Roswitha Labenz gestifteten Fackeln entzündet. Wenig später begann die Fackelwanderung zur Friedenseiche, wo der von Volker Schulte-Bunert gestiftete und mit einer Inschrift versehene Geschichtsstein von den HV-Vorstandsmitgliedern Karl Westerhuis und Heinz-Erich Ohletz enthüllt wurde.

Mit zwei Schwedenfeuer hatte Vereinsmitglied Arndt Terstegen den Platz vor der Friedenseiche in ein warmes Licht gehüllt. Das Gelände an der Einmündung der Straße "An der Friedenseiche" in die Straße "Am Voshövel" gehört der Weselerwalder Familie Schulte-Bunert, die dieses Land im Rahmen der preußischen Gemeinheitsteilung im Jahre 1841 aus gemeindlichem Besitz zugeteilt bekam.

Auf diesem Gelände pflanzte nach Mitteilung Volker Schulte-Bunerts der Weselerwalder Holzhauermeister Peter Thomas im Jahre 1871 eine Friedenseiche zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg, an dessen Ende es zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches kam.

In diesen geschichtlichen Hintergrund erinnert nun ein Geschichtsstein, der ebenfalls von Volker Schulte-Bunert gestiftet wurde. Eine Metallplatte trägt die Inschrift "Die Friedenseiche wurde 1871 nach dem deutsch-französischen Krieg gepflanzt. Der Wald ´Friedenseiche` gelangte 1841 im Rahmen der Gemeinheitsteilung an den Groß-Steenbeckshof in Weselerwald".

Fontanes Gedicht An das Ende des Deutsch-Französischen Krieges erinnerte die HV-Vorsitzende Maike Thiemann, als sie die dritte Strophe von Theodor Fontanes Gedicht "Neujahr 1871" vortrug. Um den Frieden ging es auch im zweiten Gedicht, das Maike Thiemann vorlas. Die Begegnung von Fuchs und Igel in Wilhelm Buschs Gedicht "Bewaffneter Frieden" ließ die Teilnehmer schmunzeln.

Mit den Liedern "Im schönsten Wiesengrunde", "Der Mond ist aufgegangen" und "Guten Abend, gute Nacht", die Vereinsmitglied Heinz Janzen mit seinem "Trecksack" begleitete, klang die Feier an der Friedenseiche aus.

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