Gemeinde will geplantes Tierkrematorium verhindern

Tierkrematorium

Das geplante Tierkrematorium am Hufenkampweg will die Gemeinde planerisch verhindern. Doch es liegt bereits ein Bauantrag vor, zu dem die Gemeinde nun Stellung nehmen kann.

Schermbeck

, 24.08.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll das geplante Tierkrematorium im Winkel zwischen Kapellenweg (l.) und Hufenkampweg (r.) aussehen.

So soll das geplante Tierkrematorium im Winkel zwischen Kapellenweg (l.) und Hufenkampweg (r.) aussehen. © Helmut Scheffler (A)

Um die vorgeschriebenen Fristen zu wahren, hatte der Schermbecker Planungsamtsleiter Rainer Eickelschulte bereits eine Stellungnahme abgegeben, über die am Dienstag (25. August) im Planungsausschuss diskutiert wird. Durch Corona war das Verfahren verzögert worden. Das Unternehmen Cremare, das am Hufenkampweg ein Tierkrematorium insbesondere auch für Pferde bauen will, hatte auch beantragt, dass für das Projekt eine Ausnahme von der durch die Gemeinde verhängten Veränderungssperre für den geplanten Bebauungsplan gemacht wird.

Keine Ausnahme für Cremare

Rainer Eickelschulte schlägt vor, dass die Gemeinde für eine solche Ausnahme das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Der Planungsausschuss hatte am 28. Januar entschieden, dass im geplanten Gewerbegebiet Hufenkampweg nur verwaltendes oder produzierendes Gewerbe zugelassen werden soll.

Ist Krematorium ein Industriebetrieb?

Eickelschulte wirft in seinem Schreiben an den Kreis auch die Frage auf, ob es sich bei dem geplanten Betrieb, der immissionsschutzrechtlich geprüft werden müsse, nicht um einen Industriebetrieb handele, „der nur in einem Industriegebiet nach §9 BauNVO zulässig ist“. Gewerbegebiete dienten, so Eickelschulte, vorwiegend der Unterbringung von „nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben“.

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