Grundschüler wurden zu kleinen Forschern

In der Gesamtschule

Fasziniert lässt die achtjährige Jill Turnbull die Stabheuschrecke von einer Hand auf die andere klettern. Als ganz schön flink erweist sich das Insekt mit sechs Beinen, das man auf den ersten Blick auch für einen kleinen Zweig halten könnte. „Das kitzelt gar nicht“, sagt Jill.

Schermbeck

, 25.05.2016, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Maximilian-Kolbe-Grundschülerin ist am Mittwoch mit dem dritten Jahrgang zu Gast in der Gesamtschule, um ihr „Forscherdiplom“ abzulegen. Bereits am Montag waren die Gemeinschaftsgrundschüler dort zu Besuch. Organisiert hatten den Naturwissenschaften-Parcours die Jugend-forscht-Schüler der Jahrgänge neun und zehn sowie ihre Lehrerinnen Stephanie Herbstritt und Bianca Sadowski sowie Abteilungsleiterin Claudia Jansen.

Wasserglas

Jill Turnbull und Malika Rana (9) wenden sich nach der Stabheuschrecke mit Gesamtschülerin Simge Uslu (14) einem Wasserglas zu. „Wenn man ein Blatt Papier darauf legt und das Glas ganz schnell umdreht, bleibt das Wasser drin“, sagt Simge. Ungläubig schaut Malika zunächst, doch es klappt wirklich. Jedoch nur mit stärkerem Papier (ab 200 Gramm pro Quadratmeter).

Bunsenbrenner

Heiß geht es derweil bei Emily Laptstich (9) und Helene Werner (9) zu. Sie stehen am Bunsenbrenner und halten, die Augen hinter einer Schutzbrille gesichert, ein Magnesia-Stäbchen in die Flamme. Alina Brökelschen aus der Klasse 9c passt auf. Taucht man das Stäbchen vorher in Natriumsalz (Kochsalz) färbt sich die Flamme orange, bei Kupfersalz grün und bei Strontiumsalz rot. Lehrerin Stephanie Herbstritt erklärt, dass mit Strontiumsalz etwa auch das Silvesterfeuerwerk seine Farbe bekommt.

„Wir bauen einen Magneten“, sagt Hendrik Martens (9) auf die Frage, was er gerade tut. „Einen Kompass“, sagt Schüler Dominik Giel (17). Beide haben recht. Zuerst magnetisieren die Schüler einen Nagel, stecken ihn dann in einen Korken und lassen ihn im Wasser schwimmen. „Nach Norden“, weiß Hendrik müsse der Kompass zeigen.

Forscher-AG

Für die Jugend-forscht-Schüler sei der Parcours ein schönes Projekt, sagt Schulleiter Norbert Hohmann: „Nach dem Wettbewerb war sonst immer ein bisschen die Luft raus.“ Die Grundschüler erfahren so von der MINT-Kooperation der Gesamtschule. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Im sechsten Schuljahr können sich Gesamtschüler mit dem Wahlpflichtfach Naturwissenschaften spezialisieren. Für Fünft- und Sechsklässler gibt es zudem eine Forscher-AG.   

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