Hilfe für Sierra Leone geplant

Vortrag von Justus Frantz

Erschüttert ist Gudrun Gerwien, Chefin der Gagu-Zwergenhilfe, derzeit über die Katastrophe in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, unweit des von der Gagu-Zwergenhilfe betriebenen "Home of Hope". "Wir hören dort von mindestens 600 Toten, Leichen werden übereinandergestapelt, 20 000 Menschen sind obdachlos."

Schermbeck/Raesfeld

, 16.08.2017 / Lesedauer: 2 min
Hilfe für Sierra Leone geplant

Der Präsident des Rotary Clubs Lippe Issel, Helmut Ackmann, sowie Dieter Schmidt und Gudrun Gerwien (beide Gagu-Zwergenhilfe) hoffen auf einen hohen Spendenbetrag für ein Projekt in Sierra Leone.

Durch einen Erdrutsch und Überschwemmungen hätten die Menschen „das bisschen, was sie hatten, jetzt auch noch verloren“, so Gerwien. Darunter seien auch zwei Familien gewesen, die vom Home of Hope betreut würden. Einer habe man angeboten, im „Home of Hope“ unterzukommen, „wenn der Transport möglich ist“, sagt die Schermbeckerin. Aber auch: „Wir können nur so viel helfen, wie wir Geld zur Verfügung haben.“

Justus Frantz

Hilfe kommt vom Rotary Club Lippe-Issel. Deren Präsident, der Raesfelder Helmut Ackmann, kündigte am Mittwochnachmittag an, dass der weltbekannte Dirigent Justus Frantz (Foto) im Landhotel Voshövel, Am Voshövel 1, am 21. September (Donnerstag) um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Virtuos Führen“ halte. Dabei gibt er einen Einblick in seine Arbeit mit Orchestern, die den Aufgaben von Managern ähnele. Auch der musikalische Teil kommt nicht zu kurz: Frantz, der auch ein hervorragender Pianist ist, wird auch am Flügel zu hören sein. „Wir haben einen sehr hohen Eintritt angesetzt – wissend, dass es eventuell einigen zuviel sein könnte“, sagt Ackmann zu den 100 Euro, die pro Person erhoben werden (inklusive eines Büffets). Nur ein sehr kleiner Anteil der Eintrittsgelder werde für die Verköstigung abgezogen, restliche Kosten würden durch Sponsoren abgedeckt, so Ackmann. 100 von 200 vorhandenen Karten habe man bereits verkauft.

Längerfristiges Engagement

Mit dem erwarteten fünfstelligen Betrag („Wir werden noch eine Spendendose rumgehen lassen“) sollen nach Erweiterung der Schule am Home of Hope zwei Klassenräume ausgestattet werden. Ackmann will nicht zuviel versprechen, sagt aber auch, dass der Rotary Club bereits erste Schritte gemacht habe, damit aus dem Engagement ein längerfristiges werden soll. „Es muss weitergehen.“ Für den Rotary Club sei es das erste große Projekt, das man selbstständig angehen wolle.

Karten gibt es unter Tel. (02861) 703 85 86, per Fax: (02861) 703 85 59 oder per E-Mail unter garnitz@pr-presto.de

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