Ihre 15- bis 45-jährige Zugehörigkeit zur Praxis Ammenwerth feierten die Mitarbeiterinnen im Eis-Café „La Fontana“. Abgebildet sind: Annette Langehegermann, Silke Hoffjann, Britta Schenke-Grewing, Stephanie Loick, Bettina Kolz-Beumann, Christiane Elvermann, Sabine Rütter, Kerstin Spangemacher (hinten v.l.), Christina Möller, Corinna Graf, Dr. Hille Ammenwerth, Andrea Deiters Teborg und die beiden Auszubildenden Tahnee Niermann und Alicia Hilgenberg (vorne v.l.). © Helmut Scheffler
Ärztin

Hille Ammenwerth ist auch mit 78 noch als Ärztin aktiv

Mit 78 Jahren gehört die Schermbeckerin Ärztin Hille Ammenwerth zu den ältesten aktiven Vertreterinnen ihrer Zunft. Ihre Beständigkeit hat sie offenbar auf ihre Mitarbeiterinnen übertragen.

Die Hausarztpraxis Dr. Ammenwerth in Schermbeck wird in der dritter Generation geführt. Nicht nur die langjährige Chefin Dr. Hille Ammenwerth konnte am 1. Oktober auf ihre 45-jährige Mitarbeit zurückblicken. Es gibt auch zwölf Mitarbeiterinnen, die seit mindestens 15 Jahren zum Praxisteam gehören. Grund genug für Hille Ammenwerth, alle zu einer Feier einzuladen. Beim Frühstück im Eis-Café „La Fontana“ blickten die Familie Ammenwerth und das Praxisteam auf die wechselvolle Geschichte zurück.

Im niedersächsischen Apen wuchs Hille Ammenwerth auf. Nach dem Abitur am 2. April 1959 in Oldenburg begann sie mit dem Studium der Humanmedizin in Münster, Innsbruck, Würzburg und Hamburg. Als Medizinalassistentin war sie an Hamburger Kliniken tätig. 1968 promovierte sie. Von 1970 bis 1976 absolvierte sie ihre Facharztausbildung im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg. Ihre Facharztanerkennung für die innere Medizin erlangte sie am 4. November 1975.

Während des Studiums lernte Hille Ammenwerth 1963 den Schermbecker Wilhelm Ammenwerth kennen. Nach dem Ende ihrer Facharztausbildung in Hamburg stieg sie als praktische Ärztin in Schermbeck in seine Praxis ein. Als ihr Mann 2008 starb, führte Hille Ammenwerth die Praxis allein weiter, bis ihr Sohn Helge als Arzt für Allgemeinmedizin mit seiner Ehefrau Philine 2009 in der Praxis begannen.

Viel Zeit für ihre Patienten

Die heute 78-jährige Hille Ammenwerth hat ihre ärztliche Tätigkeit reduziert. Jetzt kümmert sie sich hausärztlich um etliche Bewohner des Marienheims. Die Reduzierung des Arbeitsfelds gibt ihr viel Zeit für ihre Patienten des Pflegeheims.

Sechs Jahre nach Hille Ammenwerths Start in der Praxis ihres Mannes begann

Annette Langehegemann 1982 ihren Dienst in der Praxis Ammenwerth. Mit ihrer 39-jährigen Praxiszugehörigkeit beweist sie die längste Betriebstreue. Auch Silke Hoffjann, Britta Schenke-Grewing und Stephanie Loick sind seit mindestens 30 Jahre im Betrieb tätig. Mindestens 20 Jahre dabei sind Bettina Kolz-Beumann, Christiane Elvermann, Sabine Rütter, Petra Hüfing und Kerstin Spangemacher. Christina Möller, Corina Graf und Andrea Deiters Teborg haben 15 oder mehr Jahre in der Praxis gearbeitet. Auch Hausmeister Bernd Klosterköther fühlte sich im Hause Ammenwerth so wohl, dass er sich seit 2002 gerne in die Pflicht nehmen ließ.

„Zuverlässige Säule im oft hektischen Betrieb“

„In all den Jahren wart ihr als Mitarbeiterteam die zuverlässige Säule im oft hektischen Betrieb“, dankte Hille Ammenwerth den Mitarbeitern und fügte hinzu: „Ihr habt euch mit Leib und Seele für Patienten und auch für die Ärzte in der Praxis engagiert.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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Helmut Scheffler