Kapelle des Lühlerheims wird 100 Jahre alt

Jubiläumsveranstaltung

Nach der 125-Jahr-Feier des Lühlerheims im vergangenen Jahr steht am 2. Juni eine weitere Jubiläumsveranstaltung im Lühlerheim an: Die Kapelle wurde vor 100 Jahren eingeweiht. Der Jubiläums-Gottesdienst beginnt um 18.15 Uhr.

SCHERMBECK

von Von Helmut Scheffler

, 20.05.2012, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der am 7. Juni 1912 eingeweihten Kapelle des Lühlerheims wird am 2. Juni das 100-jährige Bestehen des kleinen Gotteshauses gefeiert.

In der am 7. Juni 1912 eingeweihten Kapelle des Lühlerheims wird am 2. Juni das 100-jährige Bestehen des kleinen Gotteshauses gefeiert.

Der eigentliche Kirchenraum wurde annähernd quadratisch ausgeführt. Vom Eingang aus betritt man eine Vorhalle. In die gegenüberliegende Wand ist eine Altarnische eingebaut. Als niedriger Anbau ist in einer Ecke neben der Altarnische eine nur etwa drei Meter hohe Sakristei angebaut worden. Rund 22.000 Mark waren für den Bau der Kapelle veranschlagt worden. In einjähriger Bauzeit entstand die Kirche in niederrheinischer Verblend-Ziegelstein-Bauweise. Ein Glockentürmchen ziert den schmalen First des hohen Walmdaches. Der Eingangsrisalit ist mit einem Giebel versehen, während der des Altarraum-Ausbaus abgewalmt ist. Vom ursprünglichen Innenraumcharakter ist nicht mehr viel erkennbar. Die ursprüngliche Bemalung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch einen hellen Anstrich ersetzt. Im Zug der Restaurierungsarbeiten, die 1982 begannen, wurde das ursprüngliche Gestühl durch neue Stühle ersetzt. Im Altarraum wurde der Kanzelauftritt entfernt. Die alte Beleuchtung war wichtigstes einzubringendes Gestaltungselement. Anstelle der noch vorhandenen Kanonenöfen wurden in die Mauernischen Gasöfen mit kupfernen Abdeckblechen aufgestellt. Aus vorhandenen alten Gestühlsteilen wurden Altartisch und Lesepult angefertigt. Unter Leitung von Pastorin Annette Köhler wurden die 90 Sitzplätze seit Mitte der 1990er-Jahre häufiger gefüllt als früher. Es gelang ihr, die kleine Kirche für besondere Gottesdienste, wie Hochzeitsmessen, zu öffnen und regelmäßig Konzerte dort stattfinden zu lassen: Die Kirche wurde zu einem kleinen Musen-Tempel. 

Lesen Sie jetzt