Keine Angst vor europaweiter Ausschreibung

Glasfaser-Ausbau

"Wir liegen im Zeitplan“, sagt Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch zum Glasfaserausbau in Schermbeck. Er hoffe, dass man in Bricht bis zum Jahresende komplett fertig werde, und Gahlen so schnell wie möglich folge. „Bauchschmerzen“, gibt Koch zu, habe er gerade allerdings aufgrund der Situation in Hamminkeln.

Schermbeck

, 31.07.2017, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie berichtet, müsste Hamminkeln (keine Nothaushalt-Kommune) den Eigenanteil für einen Glasfaser-Ausbau in der Fläche selbst zahlen, was 1,3 Millionen Euro erfordern würde. Dazu ist die Politik derzeit nicht bereit. Dass man notfalls nicht im Dreier-Bündnis, sondern auch nur mit Hünxe zusammen einen Antrag stellen würde, hat der Schermbecker Rat bereits beschlossen.

Europaweite Ausschreibung

Trotz der Widrigkeiten durch die Situation in Hamminkeln sieht Koch noch nicht die Notwendigkeit, vielleicht mit dem Kreis Wesel in ein solches Verfahren zu gehen. Bis zum 29. September wolle man den Antrag stellen. „Ich habe auch keine Angst vor einer europaweiten Ausschreibung“, sagt Koch für den Fall einer Bewilligung des Antrags, da man mit einem erfahrenen Fachbüro in Düsseldorf zusammenarbeite. Ein solches Ausschreibungsverfahren würde aufgrund des mindestens zweistelligen Millionenbetrags nötig. Wenn alle drei Kommunen zusammen den Antrag stellen würden, handele es sich um 30 Millionen Euro, so Koch.

Möglichst zwei Anbieter

Heute endet das Interessentenbekundungsverfahren, bei dem Firmen ihr Interesse an einem Glasfaserausbau signalisieren können. „Wir hoffen, dass wir dann mindestens mit zwei Anbietern weitermachen können“, so Koch. In Schermbeck liege die Deckungslücke für einen Ausbau der Glasfaser in der Fläche bei 7 Millionen Euro, so Koch. Falls Hamminkeln aber auf Dauer ausscheide, ändere sich die Einnahmesituation. In Hamminkeln komme „man schneller ins Plus“, so Koch, da in Schermbeck und Hünxe größere Abstände zu überwinden seien. Die Berechnungsgrundlage hänge aber auch von Faktoren wie der Bautiefe ab. Zehn Zentimeter mehr oder wenige Tiefe bei der Kabelverlegung machten bereits große Unterschiede aus.

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