Kevin Hörning hält die goldene Schüppe

Neuer König

Erstmals seit der Gründung der Schüppenkompanie im Jahre 1994 haben die Schüppenschützen der Kiliangilde Schermbeck von 1602 schneller einen König als die Gilde selbst. Eine Programmänderung hat's möglich gemacht.

Schermbeck

, 02.07.2017, 18:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kevin Hörning hält die goldene Schüppe

Die Vorstandsmitglieder Thomas Heiermann und Jan-Felix Draeger-Gillessen gratulierten dem neuen König Kevin Hörning ebenso wie der letztjährige König Lukas Maile und die Vorstandsmitglieder Guido Nuyken und Jens Hindricksen (v.l.).

Nach dem Besuch ihres noch amtierenden Königs Lukas Maile im Brichter Lüttgefeld marschierten die Schützen zur Adolf-von-Kleve-Straße 11, wo wenig später im Garten des Kilian-Ehrenpräsidenten Reiner Horstkamp König Lukas Maile das Werfen eröffnete. Seine vorgelegten 16,40 Meter spornten die übrigen Schützen an. In drei Durchgängen musste die Schüppe möglichst weit geworfen werden. Die Einzelergebnisse wurden zusammengezählt.

Fast 50 Meter in drei Durchgängen

"Wir haben einen neuen Schüppenkönig", rief Jens Hindricksen als Präsident der Schüppenschützen am Samstag um 21.42 Uhr den übrigen Schüppenschützen und Gästen zu, die das Schüppenwerfen in Horstkamps Garten verfolgt hatten. Neuer König wurde der 22-jährige Groß- und Einzelhandelskaufmann Kevin Hörning. In drei Würfen erreichte er mit 16,30 m, 14,00 m und 16.20 m insgesamt eine Weite von 46,50 m und ließ damit den zweitplatzierten Werfer Matthias Müller um fast zwei Meter hinter sich.

MusikwunschKevin Hörning hatte sich vor zwei Jahren mit 40 Zentimetern Rückstand dem König Tim Ruloff geschlagen geben müssen. Zu den ersten Gratulanten gehörte jetzt der Vorstand. "O la la, wir haben einen König", sangen die Schüppenschützen und erfüllten wenig später einen musikalischen Wunsch des neuen Königs: Sie sangen mit ihm gemeinsam sein Lieblingslied "Schwer mit den Schätzen des Orients beladen..."

Der schlechteste Schütze war schon weg

"Wo Licht ist, da ist auch Schatten", leitete Präsident Hindricksen die Bekanntgabe des Werfers mit der schlechteste Gesamtweite ein. Diesmal war es Bernd Holtmann, der die ihm gebührende "Doofen"-Schüppe nicht in Empfang nahm, weil er - vermutlich ein wenig beschämt über seine 0 Meter Gesamtweite - schon nach Hause gegangen war. "Gegen 30 Liter Bier kann er seine Schüppe bekommen", versprach Hindricksen. 

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