Kita „Hand in Hand“ siegte beim Klimaschutzpreis des Kreises Wesel

Klimaschutzpreis

Zu den sechs Gruppen des Kreises Wesel, die am Mittwoch im Kreishaus vom Landrat Dr. Ansgar Müller mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurden, gehörte auch die Kita „Hand in Hand“.

Schermbeck

, 12.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kita „Hand in Hand“ siegte beim Klimaschutzpreis des Kreises Wesel

Am Dienstag wurden im Weseler Kreishaus mehrere Gruppen vom Landrat Dr. Ansgar Müller (l.) mit dem Kreis Weseler Klimaschutzpreis ausgezeichnet. © Helmut Scheffler

Im Juli dieses Jahres beschloss der Kreistag, jährlich einen Klimaschutzpreis in Höhe von 2000 Euro auszuloben und damit bürgerschaftliches Engagement für den Klima- und Umweltschutz belohnen. „Wir als Kreis wollen damit unserer Vorbildfunktion gerecht werden und viele Projekte fördern“, teilte der Landrat mit. Aus vielen kleinen Teilen könne so etwas Großes erwachsen.

Kita „Hand in Hand“ siegte beim Klimaschutzpreis des Kreises Wesel

Erzieherin Nicole Wischerhoff, Leiterin Kirstin Oberst und Presbyter Horst Friedrich (v.l.) freuten sich über den ersten Preis der KiTa „Hand in Hand“ in der Gruppe der unter 18-jährigen Teilnehmer. © Helmut Scheffler

Die Auswahl der Preisträger erfolgte auf zweifache Weise. Ein Online-Voting, an dem sich rund 1800 Personen beteiligten, trug mit 30 Prozent zur Auswahl bei. 70 Prozent der Bewertung ergab sich aus dem Votum der Jury, an der sich ein Dutzend Personen aus der Politik, der Hochschule Rhein-Waal, der Verbraucherzentrale und des NABU beteiligten.

„Anlegung einer Blühwiese und Bau eines Insektenhotels“

Preisgelder wurden in zwei Gruppen vergeben. Jede Gruppe erhielt 1000 Euro, die so verteilt wurden, dass der Erstplatzierte 500 Euro erhielt, der Zweitplatzierte 300 Euro und der Drittplatzierte 200 Euro. In der Gruppe der unter 18-Jährigen belegte die Kita „Hand in Hand“ den ersten Platz mit dem Projekt „Anlegung einer Blühwiese und Bau eines Insektenhotels“. Den Preis nahmen Leiterin Kirstin Oberst, Erzieherin Nicole Wischerhoff und der in der Kirchengemeinde St. Georg tätige Presbyter Horst Friedrich entgegen, der sich mit den beiden Kindertagesstätten und mit Umweltfragen der Evangelischen Kirchengemeinde befasst.

Die Kindertagesstätte setzt sich schon lange für den Klimaschutz ein. Es wird Wert darauf gelegt, den Kindern Umweltthemen spielerisch näher zu bringen. Inzwischen wurde sie schon zweimal als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. In der Kita hängen die Leitlinien der Georgsgemeinde zum Qualitätsmanagement „Grüner Hahn“ aus, denen die KiTa auch folgt.

„Naturdetektive“ forschen und beobachten die Natur

In der Kita „Hand in Hand“ wurden die sogenannten „Naturdetektive“ ins Leben gerufen. „Dabei forschen und beobachten die Kinder in der freien Natur“, schilderte Kirstin Oberst die Arbeit der Erzieherinnen mit den „Naturdetektiven“. Durch das Anlegen einer Wildblumenwiese auf dem Kita-Gelände soll im Frühjahr auf dem Kita-Gelände für die Kinder die Möglichkeit geschaffen werden, die verschiedenen Entwicklungsstadien von Pflanzen, Käfern, Bienen, Schmetterlingen und anderen Kleintieren zu beobachten. Außerdem soll ein großes Insekten-Hotel aufgestellt werden, das von den Kindern und den Erzieherinnen zusammengebaut wird. Die Blühwiese soll an einem gemeinsamen Umwelttag mit Eltern und Erzieherinnen angelegt werden. Dazu werden Umweltpädagogen eingeladen, um den Kindern die Bedeutung der heimischen Insektenwelt zu erklären, vor allem die Bedeutung der Wildbienen.

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