Berthold Fehmer © privat
Kommunalwahl 2020

Krisenfester Amtsinhaber Mike Rexforth setzt sich durch

Nicht wenige hatten im Vorfeld eine Stichwahl in Schermbeck vorhergesehen. Doch Amtsinhaber Mike Rexforth konnte seine Stimmenanteile im Vergleich zu 2014 sogar ausbauen. Ein Kommentar.

Die CDU setzte im Wahlkampf fast ausschließlich auf ihr Zugpferd Mike Rexforth, dessen Gesicht das meist-plakatierte im gesamten Wahlkampf war. Flüchtlingskrise, Ölpellets, Wolf, Grundschuldiskussion, Corona – wenn die erste Amtszeit von Mike Rexforth eines nicht war, dann langweilig.

Fast permanent befand sich Schermbecks erster Bürger im Krisenmodus. Und wenn man die Wählerstimmen zugrunde legt, attestieren ihm die Schermbecker, dass er seine Sache gut gemacht hat.

Nebenbei wurden auch noch Dinge wie Glasfaserverkabelung, Spielplatz-Umbau und viele weitere Projekte gestemmt. Nicht alles funktionierte gleich, manches verzögerte sich. Doch am Ende kann Rexforth in den ersten sechseinhalb Jahren auf viele Ergebnisse verweisen.

Weiter dicke Bretter zu bohren

Die Bretter, die nun zu bohren sind, werden jedoch nicht dünner. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind noch nicht abzuschätzen, der Umbau der Mittelstraße steht an. Und die Ölpellets und der Wolf werden die Gemeinde ebenso weiter begleiten wie die Frage, was nun mit der Grundschule passieren soll.

Deutliche Wahlverlierer sind SPD und BfB. Als Senkrechtstarter wird „Die Partei“ drittstärkste Kraft im Rat – und muss nun zeigen, dass Humor und ernsthafte Arbeit sich nicht ausschließen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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