Kritik an Einbahnstraßen-Regelung "Im Aap"

Kanalbrücke wird saniert

Kritik äußert Ulrike Trick (Grüne) an der geplanten Einbahnstraßenregelung „Im Aap“ während der Sanierung und Sperrung der Kanalbrücke der Maassenstraße in den Sommerferien.

Schermbeck

, 04.07.2017, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kritik an Einbahnstraßen-Regelung "Im Aap"

Die Straße "Im Aap" wird während der Sanierungsarbeiten in den Sommerferien zur Einbahnstraße.

Denn es hätte eine Alternative gegeben. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) hatte laut Projektleiter Günter Franz angeboten, eine Ampelanlage zu installieren, die per Funk im Alarmfall von der Feuerwehr Schermbeck hätte gesteuert werden können. Heißt: Bei einem Alarm hätte die Feuerwehr die Ampeln auf Rot schalten können, der Verkehr wäre bis zum Eintreffen der Feuerwehr aus der Straße „Im Aap“ abgeflossen und die Rettungswagen hätten freie Bahn gehabt. So die Theorie dieser Lösung, die schätzungsweise 20 000 Euro gekostet hätte, was vom WSA bezahlt worden wäre.

"Alles quälte sich durch den Aap"

"Vor etwa 20 Jahren war die Kanalbrücke schon einmal für fast ein Jahr gesperrt. Damals gab es keine Verkehrsregelung und alles ‚quälte‘ sich durch den Aap. Es war nicht schön, aber es ging“, so Trick, die die langen Umwege bemängelt, die Gahlener auf dem Weg nach Schermbeck in den Ferien in Kauf nehmen müssen.

Marc Lindemann vom Ordnungsamt der Gemeinde sagte gestern auf Nachfrage unserer Redaktion, dass Bürgermeister Rexforth die Einbahnstraßen-Lösung gewählt habe, „um auf Nummer sicher zu gehen“. Für den Begegnungsverkehr seien die Engstellen „Im Aap“ problematisch. „Die Fahrzeuge sind in den letzten 20 Jahren auch nicht schmaler geworden“, sagte Lindemann mit Blick auf Tricks Beispiel. Zudem seien die Banketten, also der Fahrbahnrand, „nicht im besten Zustand“. Die Ampelanlage hätte laut Lindemann „das Problem des Begegnungsverkehrs nicht gelöst."

"Im Aap" wird zur Einbahnstraße