Kritische Fragen zur Windenergie

Infoveranstaltung

Mehr als 110 Bürger kamen am Dienstagabend ins Begegnungszentrum, um sich über Möglichkeiten der Nutzung von Windenergie in der Gemeinde Schermbeck informieren zu lassen.

SCHERMBECK

von Von Helmut Scheffler

, 07.11.2013, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diplom-Ingenieur Michael Ahn stellte die Ergebnisse der Flächenanalyse vor.

Diplom-Ingenieur Michael Ahn stellte die Ergebnisse der Flächenanalyse vor.

Irmgard Schwenk, Leiterin des Fachbereiches Bauordnung/Bauverwaltung, hielt kurz Rückschau auf die Änderung des Flächennutzungsplanes. 1999 wurde festgelegt, Windkraft nur in bestimmten Bereichen zuzulassen. Der Kommunalverband Ruhrgebiet (heute RVR) wies drei Flächen aus, eine in Rüste und zwei in Gahlen. Durch die Änderung des Windenergieerlasses 2011 wurde eine erneute Untersuchung von Standorten für Windkraftanlagen erforderlich. Die Flächenanalyse übernahm das Planungsbüro Wolters & Partner. Die Ergebnisse stellte Diplom-Ingenieur Michael Ahn vor. Als nächster Schritt muss ein Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ erstellt werden. Die dabei auszuweisenden Flächen müssen so geartet sein, dass sie die Neuordnung der harten und weichen Tabu-Kriterien berücksichtigen. Irmgard Schwenk geht davon aus, dass der gemeindliche Planungs- und Umweltausschuss 2014 darüber entscheidet, ob ein Flächennutzungsplanverfahren eingeleitet werden solle. Danach werde es eine Bürgerbeteiligung geben.

Kritische Stimmen gab es bereits am Dienstag. Fragen nach den möglichen Höhen von Windenergieanlagen mussten die Referenten ebenso beantworten wie Fragen nach Entfernungen. Es wurde auf Lärmbelästigungen, Schattenwurf und Störungen durch Beleuchtungsanlagen auf der Spitze solcher Anlagen verwiesen. Anschließend kamen einzelne Bürger mit Joachim Schulenburg ins Gespräch. Er ist Teamleiter für die Projektentwicklung von Windenergieanlagen im Umfeld des Lühlerheims durch die Gladbecker Firma „SL Windenergie“. Es haben bereits Gespräche mit Grundstückseigentümern und eine Bürgerversammlung stattgefunden. Geplant sind mehrere Windkrafträder, an deren Finanzierung die Bürgerschaft beteiligt werden soll. 

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