Im Kreis Wesel wurde länger gezählt als in Schermbeck. Erst nach Mitternacht konnte am Montag das vorläufige Ergebnis verkündet werden. © Berthold Fehmer
Kommunalwahl 2020

Landrats-Stichwahl in zwei Wochen – drei Schermbecker im Kreistag

Erst nach Mitternacht wurde das Kreis-Ergebnis verkündet: Am Sonntag (27. September) sind die Schermbecker zur Stichwahl des Landrats aufgerufen. Drei Schermbecker sind im Kreistag.

Keiner der sechs Landratskandidaten konnte eine absolute Mehrheit hinter sich verbuchen. Ingo Brohl (CDU) kam auf 36,42 Prozent, Peter Paic (SPD) auf 30,99 Prozent. Zwischen ihnen müssen sich die Bürger des Kreises Wesel am 27. September entscheiden.

„Wir bekommen Mitte der Woche die Stimmzettel“, sagte Theresia Meyer von der Schermbecker Verwaltung am Montag. Dann sei auch wieder Briefwahl möglich – die meisten Briefwähler hätten auch für die mögliche Stichwahl die Briefwahl mitbeantragt – dann würden die Unterlagen automatisch versendet. Im Laufe des Montags wolle man auf der Gemeinde-Homepage die Beantragung der Briefwahl freischalten. Das Briefwahlbüro werde voraussichtlich am Donnerstag eröffnet.

Petra Schmidt-Niersmann (Grüne) erhielt kreisweit 17,55 Prozent der Stimmen, AfD-Kandidat Renatus Rieger 5,79 Prozent, Timo Schmitz (FDP) 5,18 Prozent und Sascha Wagner (Linke) 4,07 Prozent.

CDU stärkste Kraft im Kreistag

Im Kreistag kommt die CDU auf 32,8 Prozent der Stimmen, die SPD auf 29,67 Prozent. Dahinter landen die Grünen mit 18,98 Prozent. Die FDP kommt auf 5,49 Prozent, die AfD auf 5,6 Prozent und Die Linke auf 4,13 Prozent. Die Freien Wähler Gemeinschaften Kreis Wesel (FWG) erhielten 2,81 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag im Kreis Wesel bei 53,32 Prozent.

Drei Schermbecker im Kreistag

22 Sitze für die CDU, 19 für die SPD, 12 für die Grünen, 4 für die AfD sowie die FDP, 3 für Die Linke und zwei für die Freien Wählergemeinschaften: So setzt sich der Kreistag nun für die nächsten fünf Jahre zusammen. Schermbeck wird dort vertreten durch Rainer Gardemann (CDU) sowie Ulrike Trick und Britta Wegner (beide Grüne).

In Schermbeck wählten 52,23 Prozent die CDU für den Kreistag, auf 17,16 Prozent kamen die Grünen. Die SPD, die lokal mit 9,2 Prozent abgestraft wurde, erhielt für den Kreistag in Schermbeck immerhin noch 15,18 Prozent. 50,81 Prozent der Wähler sprachen sich in Schermbeck für den CDU-Landratskandidaten Ingo Brohl aus, Peter Paic (SPD) landete mit 18,18 Prozent der Stimmen sogar noch hinter Petra Schmidt-Niersmann von den Grünen.

Wahl des Ruhrparlaments

Auch das Ruhrparlament wurde am Sonntag in Schermbeck gewählt: 46,06 Prozent erhielt die CDU, 19,73 Prozent der Stimmen gingen an die Grünen. Die SPD erhielt 13,92 Prozent. Alle anderen Parteien blieben unter fünf Prozent.

Im Schermbecker Rat ändert sich für die CDU nichts. Weiterhin hat sie mit 13 Sitzen die Hälfte und mit der Bürgermeisterstimme die Mehrheit. Auf einen Fraktionsstatus kommen nur noch die Grünen mit vier Sitzen sowie „Die PARTEI“ mit drei Sitzen. Jeweils zwei Sitze erhalten die SPD und die BfB, jeweils ein Sitz ist für FDP und „Zukunft Schermbeck“ reserviert.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer