Landwirte und Bürger diskutierten über die Gülle-Problematik

Dünger oder Gift?

Die Kritik der Bürger an der Art der Gülleausbringung im Schermbecker Raum nahm die Interessengemeinschaft Schermbecker Landwirte (ISL) Mittwochabend zum Anlass, im Hotel-Restaurant Hecheltjen mit den Bürgern über die Gülleproblematik zu diskutieren.

SCHERMBECK

von Von Helmut Scheffler

, 24.02.2011, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über das Ausbringen von Gülle wurde im Hotel-Restaurant Hecheltjen diskutiert.

Über das Ausbringen von Gülle wurde im Hotel-Restaurant Hecheltjen diskutiert.

Dargestellt wurde in mehreren Wortbeiträgen auch die Gefahr, die sich durch Antibiotika-Anteile in der Gülle auf dem Wege in die Ernährung des Menschen ergeben. „Schwarze Schafe gibt es überall“, gestand ISL-Sprecher Eduard Kolkmann-Bohms. Die Landwirte wollen aber ihre Kollegen wegen ihres Fehlverhaltens nicht anschwärzen. Auf wenig Gegenliebe stieß der Tipp eines Uefter Landwirts an eine Bürgerin, doch nach Essen zu ziehen. Kompromissbereiter zeigte sich der Gahlener Landwirt Heinz-Gerd Fengels, der anbot, bei gemeldeten Fehlverhalten ein Gespräch mit den jeweiligen Landwirten zu führen.

Im Übrigen wurde als Weg der Kritik beschrieben, sofort das gemeindliche Ordnungsamt zu benachrichtigen, das wiederum die Aufgabe habe, die zuständigen Stellen beim Kreis oder bei der Landwirtschaftskammer zu benachrichtigen. Die Empfehlung Dr. Christian Winterbergs (Grüne), zum nächsten Gespräch auch einen Vertreter des Ordnungsamtes einzuladen, griff die ISL auf. Kolkmann-Bohms regte an, im Vorfeld des nächsten Gespräches im kommenden Jahr Themen zu sammeln, damit kompetente Auskünfte erteilt werden können.

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