Mehr als 600 Oldtimer beim achten Oldtimertag

Mehr als 600 Oldtimer konnten die Besucher des achten Oldtimertags am Sonntag auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim bewundern.

Schermbeck

, 25.09.2017 / Lesedauer: 3 min
Mehr als 600 Oldtimer beim achten Oldtimertag

Mehr als 600 Oldtimer konnten am Sonntag auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim besichtigt werden.

Mit einem so großen Andrang hatten die Oldtimerfreunde nicht gerechnet. „Es ist die größte Oldtimerveranstaltung, die wir je hatten“, freute sich der ehemalige Vorsitzende Heinrich Behma. „Das gute Wetter hat uns zugespielt“, sagte der Vorsitzende Sven Schlei, außerdem habe man keinen Eintritt erhoben, um keine Besucher abzuschrecken.

Einfahrt musste gesperrt werden

Zwar hatten die Oldtimerfreunde in diesem Jahr zusätzlich drei Wiesen zu Parkplätzen umfunktioniert und das hätte auch für die mehr als 600 Oldtimer gereicht. Aber als sich noch ein paar hundert Besucher mit ihren Fahrzeugen näherten, reichte der Platz nicht mehr und die Einfahrt zum Lühlerheim musste gesperrt werden.

Gebündelte Geschichte

Das Umfeld des Teichs wurde zum Open-Air-Museum der allerfeinsten Art. Der besondere Reiz für die Besucher lag in der Vielfalt der Fahrzeuge. Autos, Motorräder, Mopeds, Wohnwagen und sogar Traktoren wurden gezeigt. Für die Besucher wurde der Fahrzeugpark zur gebündelten Geschichte der Motorisierung im Straßenverkehr. Im Pulk der Fahrer aus ganz Nordrhein-Westfalen entdeckte man auch eine Reihe Oldtimerfreaks aus dem Schermbecker Umland. Stammgast ist inzwischen der Östricher Wilhelm Romswinkel, der mit seiner 60 Jahre alten BMW-Isetta anreiste. Die herausragenden Scheinwerfer haben dem in den frühen 1960er-Jahren hergestellten Austin eines Moerser Fahrers den Spitznamen „Frosch“ gegeben. Der Trabi aus dem Jahr 1989, den der Moerser Siegfried Benecke vor fünf Jahren in Norddeutschland kaufte, stand neben Wolfgang Klapps Ford Modell Tudor aus dem Jahre 1930. Das zweitürige Fahrzeug, das 95 Kilometer in der Stunde fahren konnte, war das erste Modell, das Henry Ford im Rahmen der Fließarbeit fertigen ließ.

Erstes Auto wiederentdeckt

Den Gahlener Günter Wolff zog es zu den älteren VW-Modellen hin. Tatsächlich entdeckte er einen VW mit der doppelten Scheibe, wie er ihn fuhr, nachdem er im Alter von 34 Jahren seinen Führerschein erworben hatte.

Die 30 ehrenamtlichen Helfer der Oldtimerfreunde laden Oldtimerfan jeweils am ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr zu „Benzingesprächen“ in der Gaststätte Schult, Gahlener Straße 333 in Östrich, ein.