Netzwerk der Georgsgemeinde feiert seinen zehnten Geburtstag

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Zünftig feiern wollten die Netzwerker der Georgsgemeinde eigentlich am Mittwoch. Jetzt sollen sie am 3. November auf den 10. Geburtstag des Netzwerks anstoßen - jeder für sich.

Schermbeck

, 03.11.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Pandemie mit ihren verschärften Corona-Regeln ist dem Festkomitee mächtig in die Quere gekommen. Die Feier des runden Geburtstages soll nun im kommenden Jahr stattfinden. „Lasst uns am 3. November und jeder für sich auf das Netzwerk anstoßen“, empfiehlt Pfarrer Dieter Hofmann den etwa 380 Netzwerkern, mit Sekt oder Selters auf das Jubiläum anzustoßen, ein Foto oder ein Selfie per E-Mail an Ralf Bose (antworten.und.fragen@gmail.com) zu schicken, damit aus der Summe der Einsendungen ein großes Poster fürs Gemeindehaus erstellt werden kann.

Bereits im Juni 2009 hatte sich das Presbyterium mit der Weiterentwicklung des gemeindlichen Lebens befasst. Als Teil der „Georgs-Initiative“ wurde die Intensivierung einer innovativen Seniorenarbeit mit differenzierten Angeboten für die Generation 55+ als Ziel ausgerufen. Um Menschen gegen Ende ihrer beruflichen Laufbahn und nach der Familienphase ein neues und von ihnen selbst organisiertes Betätigungsfeld zu bieten, lud die Kirchengemeinde etwa 500 Gemeindeglieder ab 55 Jahren zur Gründungsversammlung ein, die am 3. November 2010 im Gemeindehaus stattfand.

Etwa 100 Besucher kamen am 3. November 2010 zur Gründungsversammlung des Netzwerkes ins Gemeindehaus an der Kempkesstege.

Etwa 100 Besucher kamen am 3. November 2010 zur Gründungsversammlung des Netzwerkes ins Gemeindehaus an der Kempkesstege. © Helmut Scheffler (A)

Das Presbyterium machte den etwa 100 Besuchern keine Vorgaben. Mit dem Hinweis, dass keine Mittel für Personalkosten zur Verfügung gestellt werden könnten, war klar, dass ein Netzwerk nur von Ehrenamtlern unterhalten werden konnte. Noch am selben Abend wurden einzelne Gruppen gebildet, deren Mitglieder gleiche Interessen zeigten. Jede Gruppe kümmerte sich selbst um einen Ansprechpartner, der die Terminkoordination übernehmen sollte.

Neunköpfiger Netzwerkrat

Als Elke Volkmann im Jahr 2013 ihre Tätigkeit als Leiterin des Netzwerkes aufgab, übernahm ein von Dieter Hofmann geleiteter neunköpfiger Netzwerkrat die vielfältigen Aufgaben. 2015 gab es bereits 25 Gruppen, deren Aktivitäten von etwa 280 evangelischen, katholischen und konfessionslosen Personen wahrgenommen wurden. Nach dem vierstufigen Motto „Ich für mich, ich mit anderen für mich, ich mit anderen für andere und andere mit anderen für mich“ funktionierte das Mit- und Füreinander in den Gruppen weitgehend reibungslos auch ohne eine Unterstützung durch hauptberufliche Sozialpädagogen.

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Das Schermbecker Netzwerk wurde nicht nur zum Vorbild für das später gegründete Drevenacker Netzwerk, sondern im Jahr 2013 mit 1000 Euro aus dem Ehrenamtsfonds des Kreises Wesel bedacht. Gleich zweimal erhielten aktive Mitglieder des Netzwerkes eine gemeindliche Ehrenamtskarte. Nispa und Volksbank Schermbeck haben sich wiederholt als großzügige Sponsoren erwiesen. So war es möglich, auf Mitgliedsbeiträge zu verzichten und den Betrieb der Gruppen durch den sogenannten „Gruppen-Euro“ auf freiwilliger Basis zu sichern.

35 Gruppen - von Bingo bis Boule

Mit 35 Gruppen startet das Netzwerk ins zweite Jahrzehnt seines Bestehens. Das reicht vom Basteln, Bingo und Boule-Sport über Computerkurse und kreative Gruppen bis hin zu sportlichen Aktivitäten. Auf der Homepage www.netzwerk-schermbeck.de findet man ein Auflistung aller Gruppen mit den jeweiligen Ansprechpartnern und den Treffpunkten, wenn die coronabedingte Zwangspause aller Gruppen beendet wird. Dann wird auch wieder das „Café Schorsch“ mittwochs zwischen 14.30 und 17 Uhr im Foyer des Gemeindehauses für ein geselliges Miteinander sorgen.

Viel Lob gibt es von Bürgermeister Mike Rexforth: „Die Ideen und Projekte zeigen vor allem eines: Um die Lebensqualität einer Region zu erhalten, ist bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar.“ Weitere Besucher sind willkommen, und wer eine Idee hat, eine weitere Gruppe zu gründen, kann sich gerne mit dem Netzwerkrat in Verbindung setzen, dem Dieter Hofmann, Gerti Arendt und Ralf Bose ebenso angehören wie Kerstin Andres, Gerhard Kensy, Heiko Kabus, Regina Vengels und Karin Klosterköther.

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