Neue Angebote für Jugendliche geplant

Konzertbesuche

Neue Angebote für Jugendliche der Gemeinde Schermbeck plant Bürgermeister Mike Rexforth in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde und der Gesamtschule. So sind etwa Fahrten zu Musikveranstaltungen, aber auch politische Jugendarbeit im Gespräch.

Schermbeck

, 07.08.2015, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Angebote für Jugendliche geplant

Damit Schermbecker Jugendliche größere Musikveranstaltungen der Umgebung besuchen können, planen Bürgermeister Mike Rexforth und Jugendleiter Patrick Bönki Fahrgelegenheiten zu schaffen.

Wie berichtet hatte die Gemeinde Raesfeld ihren „Eventbus“ kürzlich wegen mangelnder Nachfrage nach einer Testphase eingestellt – in Schermbeck planen Rexforth und Jugendleiter Patrick Bönki, eine solche Fahrgelegenheit für Jugendliche einzuführen. Rexforth: „Ich finde die Idee gar nicht verkehrt. Nur leider hat die in Raesfeld nicht funktioniert.“ Warum der Eventbus in Raesfeld kaum nachgefragt wurde, könne er nicht sagen. Wichtig sei, erst mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, was diese überhaupt wollen und welche Probleme sie hätten. Dann sei es sicher möglich, für solche Fahrten auch Sponsoren zu begeistern, wenn eine gewisse Nachhaltigkeit gegeben sei. Rexforth: „Das soll dann schon zum festen Bestandteil der Jugendarbeit werden.“

"Sehen, was praktikabel ist"

Auch Bönki findet den Gedanken von Fahrten zu Veranstaltungen oder Konzerten grundsätzlich gut. Eine gewisse „Aufsichts-Problematik“ sieht er bei größeren Festivals. Schließlich müsse man sicherstellen, dass die Jugendlichen auch wieder wohlbehalten nach Hause kämen. Und leider habe – wie in anderen Jugendhäusern auch – in Schermbeck eine gewisse Unzuverlässigkeit Einzug gehalten. „Da entscheiden sich die Jugendlichen manchmal spontan, lieber zu einer Party zu gehen. Und dann kommen nur zwei Leute – und man hat eine Kegelbahn organisiert“, sagt Bönki, der sich in den vergangenen Monaten bei einigen Gelegenheiten „sitzen gelassen“ fühlte. Dennoch will er die Möglichkeiten für solche Fahrten weiter ausloten. „Man muss halt sehen, was praktikabel ist.“

Politische Jugendarbeit

Über politische Jugendarbeit hatte sich Rexforth vor den Sommerferien mit Gesamtschulleiter Norbert Hohmann und Schülern ausgetauscht. „Da war die Aufstellung des Teilstücks der Berliner Mauer definitiv eine Initialzündung“, glaubt Rexforth. Im Anschluss habe er viele Gespräche mit Gesamtschülern geführt, die den Wunsch geäußert hätten, dass der Bürgermeister häufiger an die Schule komme. „Losgelöst von der politischen Farbe“, betont Rexforth. Es gehe den Jugendlichen vielmehr darum, Zusammenhänge zu verstehen. „Wie funktioniert Politik? Wo können wir uns einbringen, etwa in der Flüchtlingsarbeit?“ Dies seien Fragen der Schüler gewesen. Mit Hohmann und Sprechern der Oberstufe will sich Rexforth nach den Ferien zusammensetzen und Ideen konkretisieren. 

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