Neue Leitung interessiert nur am Rande

Projektleiter in Schermbeck

Rede und Antwort stand am Mittwoch im Rathaus Schermbeck Amprion-Mitarbeiter Dieter Picklapp, Projektleiter der 380 kV-Höchstspannungsleitung, die von Meppen nach Wesel führen soll. Zu dem Leitungsneubau auf Schermbecker Gemeindegebiet gab es nicht viele Fragen.

SCHERMBECK/RAESFELD

von Von Rüdiger Eggert

, 02.05.2012, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieter Picklapp (l.), Projektleiter der Amprion-Höchstspannungsleitung Wesel-Meppen, und der stellvertretende Bauamtsleiter der Gemeinde Schermbeck, Hans-Jürgen Schmeing.

Dieter Picklapp (l.), Projektleiter der Amprion-Höchstspannungsleitung Wesel-Meppen, und der stellvertretende Bauamtsleiter der Gemeinde Schermbeck, Hans-Jürgen Schmeing.

Schon in drei Jahren soll Strom von der Nordsee in den südlichen Teil Deutschlands fließen. Noch bis Mitte Mai liegen die Pläne im Schermbecker Rathaus aus. Bis Ende des Jahres hofft die Amprion GmbH aus Dortmund, einen Planaufstellungsbescheid vorliegen zu haben.

Mindestabstand

Anders als in anderen Gemeinden verläuft die neue 380 kV Höchstspannungsleitung in Schermbeck durch wenig bewohntes Gebiet. Aus den Plänen ist ersichtlich, dass der neue Leitungsverlauf an einigen Stellen von der bisherigemn Trasse einer 220 kV Leitung abweicht. "Wir wollen einen Mindestabstand von 200 Meter zu einzelnen Häusern einhalten", erklärte Dieter Picklapp den neuen Verlauf.

Im Bereich der "Marienthaler Straße" und der Straße "Im Schwarzen Grund" wurde der neue Trassenverlauf um nahezu 500 Meter in Richtung Süden verlegt. Auf dem gesamten Gemeindegebiet wird es in Zukunft weniger Masten geben. Durch eine Masthöhe von über 60 Meter wird der Abstand von 200 Metern (aktuell bei der 220 kV Leitung) auf 450 Meter erweitert. Es werden 28 neue Leitungsmasten entstehen, die 45 Masten der alten Leitung aus dem Jahr 1928 werden einschließlich der Fundamente entfernt.Probleme im Kreis Borken

Nicht ganz so einfach hat es Dieter Picklapp mit der Planung im Kreis Borken. Im Dämmerwald soll die Leitung auf das Gemeindegebiet von Raesfeld übergehen. Dort ist ein 3,8 Kilometer langer Trassenverlauf als Erdkabel geplant. Die Gemeinde Raesfeld hat sich für eine Verlegung der südlichen Übergabestation weg vom denkmalgeschützten Schloss ausgesprochen.

Picklapp spricht von 11 Millionen Euro Mehrkosten, wenn die Übergabestation verlegt würde. Aber auf ein Betriebsgebäude mit Informationszentrum an der Übergabestation in Nähe der Borkener Straße "können wir verzichten".

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