Neuer Radweg aufgerissen - Vorwurf der Steuergeldverschwendung

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Vor nicht mal einem Jahr wurde der Radweg an der Maassenstraße saniert. Nun wurde ein Teilstück wieder aufgerissen. Das sorgt für Diskussionen und den Vorwurf der Steuergeldverschwendung.

Schermbeck

, 26.05.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange hat es gedauert, bis der Radweg an der Maassenstraße endlich im August 2019 saniert war. Zahlreiche Verzögerungen hatte es in Planung und Ausführung gegeben. Mittlerweile ist auf der Maassenstraße wieder eine Baustelle - dieses Mal geht es um zwei Querungshilfen.

Auch die haben eine jahrzehntelange Geschichte, aber das ist es nicht, was einige Kommentatoren in den Sozialen Medien derzeit auf die Palme bringt. Sondern die Tatsache, dass der frisch fertiggestellte Radweg in Nähe der „Alten Poststraße“ erneut aufgerissen wurde. Als „Vollpfosten“ werden die Verantwortlichen wenig charmant tituliert, und es wird die Frage gestellt, „ob die noch alle Latten am Zaun haben“.

Die Antwort von Straßen.NRW

Waren die Planungen der beiden Baumaßnahmen etwa nicht aufeinander abgestimmt? Die Frage beantwortet Christoph Angenendt von Straßen.NRW: „Die Planungen für Radwegsanierung und Querungshilfe Massenstraße/Alte Poststraße waren aufeinander abgestimmt.“

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Vor Baubeginn der Querungshilfe habe man eine Abstimmung mit den Anliegern, vor allem Gewerbetreibende aus dem nahen Gewerbegebiet, vorgenommen, um die Verkehrsführung während der Bauzeit zu klären. Angenendt: „Darüber hinaus wurde eine Probefahrt mit Schwerlastverkehr vorab vorgenommen, um den endgültigen Standort der Querungshilfe zu überprüfen.“

Ursprünglicher Standort war „ungünstig“

Diese Probefahrt habe gezeigt, dass der ursprünglich geplante Standort der Querungshilfe für den Schwerlastverkehr ungünstig war. „Ergebnis der Probefahrt war, dass die Querungshilfe um 2,5 Meter in Fahrtrichtung Gahlen versetzt gebaut wird“, so Angenendt.

Dies habe wiederum zur Folge gehabt, dass der Kreuzungsbereich „in Lage und Höhe neu überplant“ wurde und dass man die bituminöse Oberfläche des bereits sanierten Radwegs „auf einer Länge von etwa 25 Metern wieder aufgenommen“ habe, so Angenendt.

1500 Euro für Anpassung des Radwegs

Da der Vorwurf der Steuergeldverschwendung geäußert wurde - was kostet das erneute Aufreißen des Radwegs? „Für das Aufnehmen und höhenmäßige Anpassen des Radweges (etwa 50 Quadratmeter) werden etwa 1500 Euro angesetzt“, so Angenendt.

Durch die planerische Optimierung in den Einmündungsbereichen zur „Alten Poststraße“ benötige man allerdings jetzt nur noch eine Deckschichterneuerung und keinen Vollausbau mehr, so Angenendt. Bei einer Fläche von 800 Meter sieht Angenendt hier Einsparungen von etwa 80.000 Euro.

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