Neues Bauprojekt in Damm geplant

Am Kirchweg

Bereits seit 25 Jahren versucht ein Dammer Eigentümer, für Grundstücke am Dammer Kirchweg eine Wohnbebauung zu erzielen. Ungeachtet der Tatsache, dass bisher alle Bemühungen dieser Art bei der Bezirksregierung gescheitert sind, setzt sich der Besitzer mit dem Projekt "Daseinsfürsorge im ländlichen Raum/Wohnfürsorge für Menschen" weiter dafür ein, auf der Fläche Wohnraum schaffen zu dürfen.

SCHERMBECK

von Von Helmut Scheffler

, 06.09.2011, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ins beschauliche Damm soll neues Leben einkehren.

Ins beschauliche Damm soll neues Leben einkehren.

Alle Bemühungen sind gescheitert, weil die Bezirksregierung stets Bedenken äußerte. Man will verhindern, dass sich die Streu- und Splittersiedlungen innerhalb des Ortsteils Damm weiterentwickeln. Unbeeindruckt von der ablehnenden Haltung der Bezirksregierung und von dem Scheitern der Bemühungen, über eine Baulücke Neubauten verwirklichen zu können, startet der neue Eigentümer, ein Dorstener Unternehmer, nun den Versuch, unter dem Namen „Projekt Daseinsfürsorge im ländlichen Raum/Wohnfürsorge für Menschen“ eine Wohnbebauung zu realisieren.

Dazu ist allerdings die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich, die wiederum der Genehmigung der Bezirksregierung bedarf. Bevor das ganze Verfahren startet, soll in der Sitzung des gemeindlichen Planungs- und Umweltausschusses am 13. September geklärt werden, so die Verwaltung, „ob das Vorhaben grundsätzlich Unterstützung findet“.

Als Projektträger tritt das Hamminkelner Architekturbüro Kortmann auf. Mit dem Projekt möchte der Planer mehrere Defizite in Damm beseitigen. Dazu zählt er die überalterte Struktur der Dammer Siedlung ebenso wie den erhöhten energetischen Sanierungsbedarf und das Fehlen von Einrichtungen mit zentralen Funktionen für den Siedlungsbereich. Der Planer möchte bedarfsgerechte Wohnmöglichkeiten insbesondere für die ältere Generation schaffen und mit Infrastrukturangeboten vor Ort ergänzen. Erreicht werden soll, dass sich die Siedlung zu einem Ort der Gemeinschaft entwickelt.

„Verschiedene Einrichtungen und Nutzungen“, so der Planer, „sollen künftig in der neuen Siedlung ihre Heimat finden mit sozialraumorientierten Versorgungskonzepten“. In dem Planungsgebiet sollen Gemeinschaftsflächen geschaffen werden, die anteilig den neuen Bewohnern gehören. „Die Bewohner“ so der Planer, „erhalten eine gemeinsame Identität, es wird eine soziale Interaktion gefördert.“ 

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