Neues Outlet bietet mehr als 4000 Kleider (mit Video)

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Die Firma SWING hat ein neues Outlet. Dort finden sich aktuell mehr als 4000 Kleider, die günstiger angeboten werden. Warum das möglich ist, erklärt Geschäftsführer Moritz Schwack.

Schermbeck

, 26.01.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 1992 gibt es die Firma SWING Modelle Bekleidungs GmbH, die vor rund 15 Jahren nach Schermbeck an die Maassenstraße umzog. In den vergangenen fünf Jahren sei die Firma gewachsen, sagt Geschäftsführer Moritz Schwack, der gleichzeitig Eigentümer ist. Und das mit 26 Jahren!

Geplant sei das nicht gewesen, sagt Schwack. Eigentlich wollte er bei SWING nur seine Ausbildung machen und irgendwann die elterliche Nähmaschinen-Firma in Dinslaken übernehmen. Doch dann sei er bei SWING „reingewachsen, Schritt für Schritt“, bis er letztlich den Betrieb vom Firmengründer Klaus Preis übernahm.

Festliche Kleider sind das Hauptgeschäft von SWING.

Festliche Kleider sind das Hauptgeschäft von SWING. © Berthold Fehmer

Damenoberbekleidung mit dem Fokus auf festlicher Bekleidung und da speziell auf Kleider ist das Geschäft von SWING (Im Heetwinkel 70). Zwei Kollektionen werden vom Team pro Jahr entworfen: Partykleider, Cocktailkleider, Ballkleider und Tageskleider.

„Zu unseren Kunden gehören Zalando, Karstadt, Kaufhof“, sagt Schwack und damit endet die Liste nicht. Produziert werden die Kleider zu 95 Prozent in Osteuropa - die faire und ökologische Herstellung ist zertifiziert. Man sei näher an der Produktion sowie flexibler und schneller, als wenn man in Asien herstellen lasse, sagt Schwack

Nachhaltigkeit ist bei SWING ein Thema: Ab Juli soll mit jedem verkauften Kleid ein Euro an „The Ocean Cleanup“ gehen, eine Organisation, die Plastikmüll aus Weltmeeren sammelt. SWING unterstützte auch „Plant My Tree“, wodurch 6310 Bäume gepflanzt werden konnten. Mindestens 50 Prozent der verkauften Produkte bestehen aus nachhaltigen Materialien, die Kleiderbügel zu 35 Prozent aus Gras.

Aus Überproduktion, Musterkleidern und Rückläufern besteht das Angebot im Outlet.

Aus Überproduktion, Musterkleidern und Rückläufern besteht das Angebot im Outlet. © Berthold Fehmer

Bei einem Durchschnittspreis von 150 Euro pro Kleid wolle SWING ein „erschwingliches Produkt“ anbieten, sagt Schwack. Und das scheint gut zu gelingen. Denn in den vergangenen fünf Jahren ist die Firma gewachsen. Knapp über 50 Mitarbeiter sind am Schermbecker Standort beschäftigt. Es gibt auch eine Dependance mit Showroom in Düsseldorf. Am Schermbecker Hauptstandort sind zwischenzeitlich die Lagerräume knapp geworden.

Zehntausende Kleider werden im Lager versandfertig gemacht.

Zehntausende Kleider werden im Lager versandfertig gemacht. © Berthold Fehmer

„Heute sind 20.000 Kleider aus der Ukraine gekommen“, sagt Schwack, während er durch die Lagerhalle geht. Dort werden die Kleider aufgearbeitet und für den Versand verpackt, was unter anderem eine Maschine übernimmt, die Schwack als „Eintüter“ bezeichnet. Zwischenzeitlich sei es so eng bei den Lagerflächen geworden, dass man vor der Halle einen Container aufgestellt habe.

Von dieser Maschine, dem „Eintüter", werden Kleider verpackt.

Von dieser Maschine, dem „Eintüter", werden Kleider verpackt. © Berthold Fehmer

Das bisherige Outlet auf 165 Quadratmetern wird nun als Lager genutzt. Als „absoluten Glücksfall“ bezeichnet Schwack, dass neben dem Firmensitz eine Lagerhalle leer stand. Dort ist nun an der Adresse „Im Heetwinkel 72“ das neue Outlet, das 245 Quadratmeter Verkaufsfläche bietet und ausreichend Umkleiden. „Alles barrierefrei“, sagt Schwack - eine behindertengerechte Toilette sowie ein Wickeltisch sind ebenfalls integriert.

Eine große Auswahl an Kleidern finden Kundinnen im neuen Outlet.

Eine große Auswahl an Kleidern finden Kundinnen im neuen Outlet. © Berthold Fehmer

Was sind das für Kleider, die im Outlet verkauft werden? Qualitativ seien diese genauso gut, wie die anderswo verkauften SWING-Kleider, sagt Schwack. Es handele sich im Outlet um Kleider aus Überproduktion und Auftragsstornierungen sowie Musterteile und Einzelstücke.

Festliche Damenoberbekleidung wird im Outlet angeboten.

Festliche Damenoberbekleidung wird im Outlet angeboten. © Berthold Fehmer

Geführt wird das Outlet von Kira Klostermann. Geöffnet ist es vom 1. Februar bis 31. August mittwochs und freitags jeweils von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr. In der Zeit zwischen dem 1. September und dem 31. Januar ist freitags nicht geöffnet.

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