Nicht kastrierte Katzen wachsen sich zur Plage aus

Programme könnten helfen

Pferdeställen und Scheunen der Bauernhöfe bieten streunenden Katzen eine üppige Lebensgrundlage. Um die willkürliche Vermehrung der Katzen zu stoppen, wird nun auch in Nordrhein-Westfalen über eine Kastrationspflicht diskutiert. Eine Raesfelder Tierärztin würde schon jetzt entsprechende Programme begrüßen.

RAESFELD

von Von Thomas Terhorst

, 19.01.2011, 18:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Problem der nicht kastrierten streunenden Katzen in Raesfeld hängt offenbar mit den Kosten dafür zusammen.

Das Problem der nicht kastrierten streunenden Katzen in Raesfeld hängt offenbar mit den Kosten dafür zusammen.

Doch wer ist für die Katzen verantwortlich, die sich in den Stallungen der Bauernhöfe einnisten, weil sie sich dort besonders gut ernähren können? Genau das sind die Tiere, bei denen das nordrhein-westfälische Naturschutzministerium nun über eine Pflichtkastration nachdenkt. „Viele Raesfelder Katzenliebhaber bieten immer wieder an, die streunenden Katzen einzufangen, um sie dann fachmännisch kastrieren zu lassen“, berichtet die Tierärztin. Allerdings sind die Kosten ein Hinderungsgrund.   Eine Entfernung der Eierstöcke kostet mindestens 105 Euro, die Entfernung der Hoden bei Katern dagegen 55 Euro. „Wenn es ein Programm gäbe, das die Finanzierung der Kastrierung regelt, würde ich das sehr begrüßen. Insofern ist die aktuelle Diskussion überaus wichtig“, meint die Raesfelderin.

Ein großes Problem könnte sich dann allerdings bei der Überprüfung der vorgenommenen Kastrationen herausstellen. Denn bei Katern ist leicht festzustellen, ob sie unters Messer kamen oder nicht, bei Weibchen ist das schwieriger. Lediglich eine kleine Narbe am Bauch gibt darauf einen Hinweis. Eine Lösung wäre, die Tiere bei der Kastration mit einem Chip zu versehen. Neu wäre das System nicht, denn Hunde laufen schon lange mit einem Knopf im Ohr herum.

Lesen Sie jetzt