Noch zu wenige Kinder für geplante Gesamtschule

Anmeldeverfahren

Es bleibt spannend bei der geplanten Neugründung der Gesamtschule Borken/Raesfeld. Auch nach der Verlängerung der Anmeldefrist auf die vergangene Woche gibt die Zahl der bislang angemeldeten Kind noch keine Gesamtschule mit zwei Standorten her. Ärger gab es um Ablehnungsbescheide der Gesamtschule Schermbeck.

Schermbeck/Raesfeld

, 15.02.2016, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

136 Schüler seien für die Gesamtschule angemeldet worden, sagte Ulla Lütkehermölle, Sprecherin der Bezirksregierung Münster, am Montag auf Anfrage unserer Zeitung, darunter 127 ortsansässige Schüler aus Borken und Raesfeld, sechs aus Dorsten, zwei aus Südlohn und einer aus Hamminkeln. 82 ortsansässige Schüler seien in Borken angemeldet worden sowie drei auswärtige. In Raesfeld seien es 45 ortsansässige Schüler und sechs auswärtige gewesen, so Lütkehermölle. Benötigt würden für die Gründung der Schule mindestens 100 ortsansässige Schüler in Borken und 50 in Raesfeld. Was bedeutet: Fünf ortsansässige Kinder fehlen noch in Raesfeld, 18 in Borken.

„Zuversichtlich“

„Es bleibt spannend. Wir sind aber zuversichtlich, dass es noch klappt“, sagte Lütkehermölle und verwies auf das Anmeldeverfahren der weiterführenden Schulen, das in dieser Woche beginne. Falls Schüler dort abgelehnt würden, könnten sie noch an der geplanten Gesamtschule angemeldet werden. Andreas Grotendorst, Raesfelds Bürgermeister, sagte am Montag (15.2.) im Planungsausschuss, dass die Gesamtschule wie geplant an den Start gehe. 

28 Kinder abgelehnt

Für Verstimmung hatte bei Raesfelder Eltern wie etwa Thomas Schmitz aus Erle, der Zeitpunkt gesorgt, an dem die Gesamtschule Schermbeck die Ablehnung an ihrer Schule schickte. 178 Schüler hatten sich dort für Jahrgangsstufe fünf angemeldet, so Schulleiter Norbert Hohmann. 28 musste er ablehnen, darunter sechs Kinder aus Raesfeld und auch die Tochter von Thomas Schmitz.

Fehlende Reaktionszeit

Erst am Freitag sei das auf Donnerstag datierte Schreiben bei ihm angekommen, so Schmitz. Am selben Tag endete die Anmeldefrist an der Gesamtschule Borken-Raesfeld. So habe eine ausreichende Reaktionszeit gefehlt, bemängelt Schmitz. Hohmann habe „billigend in Kauf genommen“, dass Eltern zu spät informiert wurden. Hohmann entgegnet, dass allen Eltern, die sich bei der Anmeldung erkundigt hätten, gesagt worden sei, dass die Bescheide am 15. Februar versandt werden. Ein Grund seien auch zwei bewegliche Ferientage über Karneval gewesen. Dann habe er über die Presse erfahren, dass die Anmeldung für die Gesamtschule Borken/Raesfeld verlängert worden sei, so Hohmann. Deshalb habe er sogar am Dienstag vor einer Woche (eigentlich ein Ferientag) das Anmeldeverfahren bearbeitet und am Mittwochabend um 21.30 Uhr abschließen können. So hätten die Bescheide am Donnerstag (11. Februar) versandt werden können. Hohmann: „Ich habe versucht, so gut, es geht, zu helfen.“

Lesen Sie jetzt