Ölpellets: Landratskandidat Ingo Brohl verspricht mehr Transparenz

Ölpellets-Skandal

Fehlende Transparenz im Handeln des Kreises sieht Landratskandidat Ingo Brohl (CDU) beim Ölpellets-Skandal. Bei einem Ortstermin am Mühlenberg gab er einige Versprechen ab.

Schermbeck

, 24.09.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
CDU-Landratskandidat Ingo Brohl (vorne) ließ sich im Gahlener Heisterkamp von Dr. Stefan Steinkühler, Ralf Lange und Matthias Rittmann (hinten v.l.) über den Ölpellets-Skandal am „Mühlenberg“ informieren.

CDU-Landratskandidat Ingo Brohl (vorne) ließ sich im Gahlener Heisterkamp von Dr. Stefan Steinkühler, Ralf Lange und Matthias Rittmann (hinten, v.l.) über den Ölpellets-Skandal am „Mühlenberg“ informieren. © Helmut Scheffler

Das Gahlener BürgerForum (GBF) hofft, dass Bewegung in den Ölpellets-Skandal kommt, falls Ingo Brohl am Sonntag bei der Stichwahl neuer Landrat im Kreis Wesel werden sollte. Ralf Lange, Mitglied der „Engagierten Bürger Hünxe“ und Mitglied der „Freien Wählergemeinschaft Kreis Wesel“, schloss sich diesem Wunsch beim Ortstermin mit Stefan Steinkühler und Matthias Rittmann vom GBF und Ingo Brohl an. Mit dem Rad ging es zum Mühlenberg, wo Ölpellets und weitere Giftstoffe illegal abgelagert wurden.

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Steinkühler bemängelte, dass Landrat Ansgar Müller nicht das erforderliche Interesse an der Aufklärung von Missständen bei der Kontrolle der Firma Nottenkämper gezeigt habe. „Noch immer wissen wir nicht genau, was da im Mühlenberg liegt“, bedauerte Steinkühler. „Mauern ist absolut falsch“, versicherte Brohl und versprach im Falle seiner Wahl: „Ich werde das absolut transparent machen und mir die bestehenden Akten durchsehen.“

Auch in Sachen Disziplinarverfahren gegen einen Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung nahm Brohl Stellung: „Es gilt zwar noch immer die Unschuldsvermutung“, aber es müsse eine zügige Entscheidung angestrebt werden. Am Ende des anderthalbstündigen Besuchs stand für Ingo Brohl fest: „Gegen Kriminelle kann man sich zwar nicht komplett schützen, aber ich werde Mechanismen zum besseren Schutz im Kreishaus installieren.“

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