Ralph Brodel wird Bürgermeister in Sundern

Deutlicher Sieg

Der Schermbecker SPD-Bürgermeister-Kandidat des Jahres 2014, Ralph Brodel, ist am Sonntag zum Bürgermeister von Sundern (Sauerland) gewählt worden. Mit 58,8 Prozent der Stimmen lag er deutlich vor seiner Konkurrentin Kerstin Pliquett (41,2 Prozent).

Schermbeck

, 14.09.2015, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich habe ihm am Sonntagabend, als sein Sieg feststand, per SMS gratuliert“, sagt der Schermbecker SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jörg Juppien. „Nachts hat er dann geantwortet.“ Seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat es in Sundern keinen Bürgermeister gegeben, der nicht aus den Reihen der CDU stammte. Brodel wurde im Wahlkampf unterstützt von einem landesweit einmaligen Bündnis: SPD, Grünen, FDP, Linken und „Wir sind Sundern“ (WISU). Die CDU hatte bereits bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr die absolute Mehrheit im Rat verloren und nicht Bürgermeister Detlef Lins (CDU), sondern die parteilose Pliquett unterstützt. Mit diesem Kurs waren viele CDU-Anhänger wohl nicht einverstanden. 6,71 Prozent der abgegebenen Stimmen waren ungültig. Verärgerte CDU-Stammwähler, die weder zu Hause bleiben noch für Brodel stimmen wollten, werden dahinter vermutet.

Umzug angekündigt

Im Falle seines Wahlsiegs hatte Brodel bereits im Vorfeld angekündigt, nach Sundern zu ziehen, und seine politischen Ämter in Schermbeck sowie die Geschäftsführung seiner Firma niederzulegen. Für die Schermbecker SPD bedeutet dies, dass ein Nachfolger für den Rat gesucht werden muss. Eva-Maria Zimprich sei in der Reihenfolge die erste, die man fragen werde, so Juppien, der zweite Dieter Michallek.