Sabine Weiss (CDU) und Nadine Heselhaus (SPD) ziehen über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag ein. © privat
Bundestagswahl

Sabine Weiss (CDU) und Nadine Heselhaus (SPD) über Liste im Bundestag

CDU-Kandidatin Sabine Weiss wird trotz verlorenen Direktmandats in den Bundestag einziehen. Auch die Raesfelderin Nadine Heselhaus (SPD) gelangt über die Liste ins Parlament.

Sabine Weiss hatte am Sonntag ihr Direktmandat gegen den SPD-Kandidaten Rainer Keller im Wahlkreis Wesel I verloren, zu dem auch Schermbeck gehört. Weiss kam auf 47.447 Stimmen, Keller auf 54.488 Stimmen. Zum Vergleich: Weiss hatte bei der Bundestagswahl 2017 in ihrem Wahlkreis noch 61.849 Stimmen geholt: Das waren 14.402 Stimmen mehr als jetzt!

Hans-Peter Weiß (Grüne) bekam 19.928 Stimmen, Bernd Reuther (FDP) 14.452 Stimmen, Holger Raumann (AfD) 10.842 Stimmen. Der Schermbecker Kandidat Dirk Zerressen (Die PARTEI) wurde von 3.907 Wählerinnen und Wählern gewählt und liegt damit noch hinter Sidney Lewandowsky (Die Linke) mit 4.598 Stimmen.

Mit Laschet über Liste nach Berlin

Sabine Weiss war von der CDU in NRW auf den Listenplatz 13 gewählt worden. Für die Rechtsanwältin aus Dinslaken reicht das laut Meldung des Landeswahlleiters von Montagmorgen, um mit zehn weiteren Kandidaten der Liste, erneut in den Bundestag einzuziehen. Prominentester Kandidat auf der Liste ist Armin Laschet, der in Aachen gegen die Grünen verlor.

Dass SPD-Kandidatin Nadine Heselhaus in den Bundestag einziehen würde, stand bereits vor der Wahl so gut wie fest. Die Verwaltungsbeamtin aus Raesfeld, die im Wahlkreis Borken II mit 25,4 Prozent deutlich gegen Anne König (CDU) mit 43,7 Prozent verlor, war von ihrer Partei auf Listenplatz 10 in NRW geführt worden. Mit 18 weiteren SPD-Kandidaten auf der Liste geht es nun Richtung Berlin.

Zweitschlechtestes Ergebnis im Heimatort

Damit dürfte es für Nadine Heselhaus zu verschmerzen sein, dass sie in ihrer Heimatgemeinde Raesfeld das zweitschlechteste Ergebnis in den zwölf Kommunen ihres Wahlkreises einfuhr. 21,3 Prozent der Stimmen erhielt Heselhaus von den Raesfelder Wählerinnen und Wählern – nur in Reken lag dieser Wert mit 20,2 Prozent der Stimmen noch niedriger. Dabei war die Wahlbeteiligung in Raesfeld im Vergleich der zwölf Kommunen mit 86,1 Prozent am höchsten.

Ihr bestes Ergebnis im Kommunen-Vergleich erhielt SPD-Kandidatin Nadine Heselhaus in Isselburg, wo sie mit 31,7 Prozent der Stimmen am Ende nur 4,4 Prozentpunkte hinter ihrer CDU-Konkurrentin Anne König lag, die auf 36,1 Prozent der Stimmen kam. Zum Vergleich: In Raesfeld lag der Abstand zur CDU-Kandidatin bei 27 Prozentpunkten, in Reken sogar bei 28,8 Prozentpunkten.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer