Sanierung pünktlich zum Tennenfest abgeschlossen

Heimatscheune "Olle Schuer"

Viele Arbeitsstunden haben Mitglieder des Heimatvereins Gahlen in die Sanierung der „Ollen Schuer“ auf dem Hof der Familie Hemmert-Halswick investiert. Beim siebten Tennenfest der Landtechnik-Freunde des Vereins am Sonntag (7. August) wird sich die Heimatscheune den Gästen in einem neuen Gewand präsentieren.

GAHLEN

, 05.08.2016, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vom Fundament bis zum Dach haben die fleißigen Arbeiter viel erneuert und restauriert. „Wir haben das Mauerwerk an drei Seiten der Scheune im Fachwerk saniert“, erklärt Vereinsvorsitzender Jürgen Höchst. Dazu haben die Landtechnik-Freunde seit Januar zunächst seitenweise das alte Mauerwerk heraus gebrochen.

Neue Fundamentgräben und Löcher mussten gegraben werden. In einem weiteren Schritt sind die Außenstützen des Fachwerks mit Stahlstützen verstärkt und eine Bewehrung ist eingebracht und eingeschalt worden. Es wurden also Stahlstäbe in den Beton eingearbeitet, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Viele ehrenamtliche Helfer

Auf dem neu gegossenen Fundament mauerte die Firma HGB Bau aus Schermbeck das Fachwerk auf zwei Scheunenseiten aus. „An der dritten Seite brauchte nur Fachwerk oberhalb der Tore ausgemauert werden“, erklärt der Vorsitzende.

Viel Hilfe bekam der Heimatverein bei der Sanierung unter anderem von Hermann Heiligenpahl. Der ehrenamtliche Helfer hat auf der Südseite zwei Stallfenster eingebaut, gereinigt, gestrichen und verglast. Ebenfalls ehrenamtlich eingebracht hat sich Hamlet Schöpgens von der gleichnamigen Dachdeckerfirma aus Gahlen, die zwei Dachrinnen montiert hat. Um die Entwässerung dazu hat sich die Dorstener Firma Vornbrock gekümmert.

Einige Arbeiten stehen noch aus

Seit Januar ist der Heimatverein mit den Sanierungsarbeiten beschäftigt. Fertig ist bei Weitem noch nicht alles. Einige kleinere Verschönerungsarbeiten am äußeren Teil des alten Mauerwerks und Verfugungen stehen noch an. Außerdem müssen noch zwei Tore installiert und ein Durchbruch gemacht werden. „Innen muss noch das Mauerwerk erneuert werden, das Sägegatter an der Bruchstraße wird die historische Stellmacherei Gillhaus aufbauen. In der Heimatscheune selber müssen die restlichen Geräte und Werkzeuge wieder aufgestellt werden. Der größte Teil der Arbeiten ist aber erledigt“, so Jürgen Höchst.

Zweite Ebene geplant

Darüber hinaus soll zukünftig eine zweite Ebene in der „Ollen Schuer“ geschaffen werden. Alte historische Ausstellungsstücke sollen das Interieur erweitern. „Bis alles unseren Wünschen entspricht und fertig ist, werden wir sicher noch zwei Jahre Arbeit haben“, so Höchst, der sich aber freut, dass durch viel ehrenamtliches Engagement und Fördergelder, unter anderem von der Tonstiftung Nottenkämper, die „Olle Schuer“ wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Die ersten Ergebnisse können Besucher beim Tennenfest am Sonntag (7. August) schon sehen.    

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