"Schermbeck genießen" wird nicht mehr stattfinden

Wenige Teilnehmer

Das beliebte Straßenfest „Schermbeck genießen“ wird nicht mehr stattfinden. Das teilte Veranstalter Winfried Wirtz gestern mit. Grund für die Absage ist die zu geringe Zahl an teilnehmenden Gastronomen. Wirtz erklärt, dass viele wegen des verregneten Festes im vergangenen Jahr nicht mehr dabei seien.

SCHERMBECK

, 28.03.2017, 17:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im vergangenen Jahr herrschte wegen des schlechten Wetters bloß zwischendurch größerer Andrang bei "Schermbeck genießen".

Im vergangenen Jahr herrschte wegen des schlechten Wetters bloß zwischendurch größerer Andrang bei "Schermbeck genießen".

Trotz intensiver Bemühungen ist es Veranstalter Winfried Wirtz in diesem Jahr nicht gelungen, die nötige Teilnehmerzahl für die Fortführung von „Schermbeck genießen“ zu gewinnen. Auch die „Kirchhellener Landpartie“, die ebenfalls von Wirtz veranstaltet wird, sagte dieser ab. Dadurch sei, so der einerseits die Finanzierung nicht gegeben und andererseits könnte keine ausreichende, konzeptbedingte Anzahl an Speisen angeboten werden.

„Eine sehr schöne Sache, eine Herzensangelegenheit“ sei „Schermbeck genießen“ für Winfried Wirtz gewesen. 14 Jahre habe er das Fest gerne organisiert. „Das hängt einem jetzt schon nach“, sagt er. Auch Bürgermeister Mike Rexforth sagt, für den Ort sei der Ausfall eine Katastrophe, schließlich sei das Fest bereits ein Stück Schermbecker Tradition. „Gehörige Attraktion fehlt“

Schermbeck fehlt eine "gehörige Attraktion"

Wolfgang Lensing, Leiter der Werbegemeinschaft Schermbeck, ist der Meinung, Schermbeck fehle eine „gehörige Attraktion, ein Element, um das Image zu stärken“. Lensing und Rexforth beabsichtigen, sich in Zukunft zusammenzusetzen, um sich gemeinsam Gedanken über möglichen Alternativveranstaltungen zu machen. „Wir müssen den Ort voranbringen“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Nach den wetterbedingten Umsatzausfällen im vergangenen Jahr, hat ein Teil der Gastronomen ihre Teilnahme für 2017 abgesagt. Nach dem Fest seien, so Winfried Wirtz, einige Teilnehmer zu ihm gekommen und hätten schon gesagt, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein werden. „Das Wetterrisiko für Außenveranstaltungen wird einfach immer größer“, klagt Wirtz.

Viele Kosten für zu wenige Einnahmen

Ein weiterer Grund liegt in dem erheblichen Aufwand, der durch Personalkosten und Leihgebühren für das Küchen-Equipment anfällt. Die Finanzierung der Feste wird durch Sponsoren, den Teilnehmergebühren, dem Getränkeumsatz und den Anzeigen in den Programmheften gesichert. Allein das Anzeigenaufkommen ist gegenüber 2016 um 60 Prozent gesunken.

Viele Preissteigerungen hat WirtzDesign in den 14 Jahren von „Schermbeck genießen“ aufgefangen und nicht weitergeben können. „Das wirtschaftliche Risiko lag allein auf unseren Schultern“, sagt Wirtz. „Dies können wir bei allem Engagement nicht mehr tragen, weshalb wir schweren Herzens diese Entscheidung treffen mussten. Wir möchten uns bei den Sponsoren, Teilnehmern, Freunden und Genießern der Feste, allen Mitarbeitern und Lieferanten für die langjährige Treue bedanken.“

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