Schermbecker Bücherei wird 2018 geschlossen

Zu teuer

Die kommunale Bücherei in Schermbeck wird 2018 geschlossen. Diesen Beschluss fassten am Donnerstagabend mit großer Mehrheit die Mitglieder des Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss.

Schermbeck

, 02.03.2017, 22:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nur Ulrike Trick (Bündnis 90/Die Grünen) und Alfons Düsterhus (BfB) stimmten für den Erhalt der 61 Jahre alten Bücherei, die 1996 von der ehemaligen reformierten Kirche zum jetzigen Standort neben dem ehemaligen Rathaus verlegt wurde.

Vor dieser Grundsatzentscheidung referierte Petra Büning als Dezernentin der Bezirksregierung und Mitglied der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW über den gegenwärtigen Zustand der Schermbecker Bibliothek und über Möglichkeiten einer Beibehaltung der Bücherei. „Sie haben einen rasanten Abwärtstrend der Bücherei und das liegt an der Ausstattung“, fasste Büning zusammen. Um eine finanzielle Förderung in Höhe von 80 Prozent der Kosten zu bekommen, müsste die Bücherei zu einer Bücherei der ersten Stufe ausgebaut werden.

Privatisierung wurde abgelehnt

Die Gemeindeverwaltung nannte 173.200 Euro als Ausgaben pro Jahr, um eine Bücherei der ersten Stufe jährlich anbieten zu können. Als Bindungsfrist wurden zehn Jahre bei einer Förderung genannt. Vor der generellen Diskussion über eine Schließung wurde über einen Antrag der BfB beraten. Die BfB schlug mehrere Formen einer denkbaren Privatisierung vor, die von Marcell Oppenberg (CDU) als nicht erreichbar bewertet wurden. Sieben der neun Ausschussmitglieder stimmten gegen eine Beauftragung der Verwaltung, eine Änderung der Organisationsform der Bücherei zu überprüfen.

Was mit dem Gebäude der jetzigen Bücherei nach 2018 geschehen soll, blieb am Donnerstag offen. Ob es zu einer Zusammenarbeit mit den bestehenden Bibliotheken der Ludgerusgemeinde oder der drei Schulen kommen wird, wie während der Diskussion angeregt wurde, blieb ebenfalls offen.

    

   

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