Schermbecker Gesamtschüler beim internationalen Jugendtreffen

"Festung des Friedens" in Gyzicko

Gyzicko, das ehemalige ostpreußische Lötzen, veranstaltet vom 21. bis zum 27 Mai ein internationales Jugendtreffen "Festung des Friedens" zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges. Eingeladen sind unter anderem 16 Schüler der Stufe 13 der Gesamtschule Schermbeck.

SCHERMBECK/GIZYCKO

, 19.05.2014, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schermbecker Gesamtschüler beim internationalen Jugendtreffen

Gyzicko, das ehemalige ostpreußische Lötzen, veranstaltet vom 21. bis zum 27 Mai ein internationales Jugendtreffen "Festung des Friedens" zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges. Eingeladen sind unter anderem 16 Schüler der Stufe 13 der Gesamtschule Schermbeck.

Sie werden begleitet von Sport- und Geschichtslehrer Ulrich Hülsmann. Seit 14 Jahren pflegt die Gesamtschule Schermbeck eine Schul-Partnerschaft mit Gizycko. Doch die Einladung zum Projekt kam spontan: "Wir waren sofort begeistert und auch unserer didaktischer Leiter Peter Grotendorst wollte das Projekt gerne unterstützen", bestätigte Schulleiter Norbert Hohmann. "Wir denken, dass es super für die Schüler ist, sich mit diesem ernsten Thema auseinander zu setzen, um in Zukunft mit unseren europäischen Nachbarländern an einem friedlichen Europa zu arbeiten."

Viel Gesprächsstoff

Bei einem Zusammentreffen von Jugendlichen aus Polen, Litauen, Russland und Deutschland wird es viel Gesprächsstoff und Meinungsaustausche geben. Nicht nur die Perspektive auf den Ersten Weltkrieg wird vermutlich zur Debatte stehen, sondern möglicherweise auch die kritische Situation in Russland.

Da die Jugendlichen jedoch aus einer eher unvoreingenommenen Generation stammen, haben sie in dieser Woche die Möglichkeit, sich selbst ein Bild über die Ereignisse zu machen.

Den ersten Stein hat Polen vor fast 60 Jahren gelegt: Eine deutsch-polnische Freundschaft hat sich entwickelt, obwohl ein großer Teil Polens bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zum ehemaligen Ostpreußen und somit zu Deutschland gehörte. Bis 1918 existierte Polen 120 Jahre lang nicht als eigenständiger Staat und die polnische Sprache wurde teilweise verboten. Sie hat diese Zeit jedoch trotzdem überstanden.

Interessanter Austausch

"Wir nehmen an dem Projekt teil, um vor allem die vielen Kulturen näher kennen zu lernen, die hier aufeinander treffen. Interessant wird auch der Austausch der Perspektiven über die Konflikte mit den teilnehmenden Ländern", freut sich Abiturientin Walerija Fuhr.

Das Programm bietet keine öden Vorträge, sondern ermöglicht es den Schülern unter anderem, den Weg des Dampfers Barbara mit einem Schiff nachzufahren und an einer internationalen Konferenz teilzunehmen. Beim gemeinsamen Lagerfeuer können sich die Jugendlichen am Freitagabend besser kennenlernen.

 

 

 

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