Schermbecker Projektkurs entwickelte kreative Lösungen

Schüler helfen Firmen

Ein Datenbanksystem für ein Rohr- und Blechlager, Schutzbeläge für Marmortreppen sowie ein Konzept für die energiesparende Außenbeleuchtung einer Industrieanlage haben elf angehende Abiturienten der Schermbecker Gesamtschule im Projektkurs Naturwissenschaften entwickelt. Gestern stellten sie die Ergebnisse vor.

SCHERMBECK

, 16.03.2015, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Schermbecker Firma "Marmor Kontor Beyer & Schneider" suchten die Gesamtschüler Marcel Marson, Mathias Kuhlmann und Jonas Groteschepers ein Material, das sich als Schutzbelag für Marmortreppen in Rohbauten eignet. Um das Abdeckvlies zu testen, legten sie es auf einer Treppe der Gesamtschule aus und ließen eine Klasse 20 Minuten darauf herumlaufen.

Für die Schermbecker Firma "Marmor Kontor Beyer & Schneider" suchten die Gesamtschüler Marcel Marson, Mathias Kuhlmann und Jonas Groteschepers ein Material, das sich als Schutzbelag für Marmortreppen in Rohbauten eignet. Um das Abdeckvlies zu testen, legten sie es auf einer Treppe der Gesamtschule aus und ließen eine Klasse 20 Minuten darauf herumlaufen.

Für die Mitarbeiter der Schermbecker Firma „Marmor Kontor Beyer & Schneider“ ist es ein häufiges Ärgernis: Die von ihnen in Rohbauten verlegten Marmortreppen werden oft durch kleine Steine im Schuhprofil von anderen Handwerkern beschädigt. Abdeckpappe ist schwierig zu befestigen und hält oft nicht.

Materialien getestet

Fast ein halbes Jahr beschäftigten sich die Schüler Marcel Marson, Matthias Kuhlmann und Jonas Groteschepers, die wie die anderen von Ulrich Mahlfeld vom Verein Deutscher Ingenieure unterstützt wurden, mit dem Problem. Sie testeten unterschiedliche Materialien, etwa Holz oder PVC. Die Lösung: „Selbsthaftendes Abdeckvlies erfüllt alle Anforderungen“, sagte Matthias Kuhlmann. Stoßdämpfend, selbstklebend, ohne Rückstände zu hinterlassen, preiswert, reißfest und leicht zu verlegen sei das Material.

Zum Beweis testeten die drei Schüler das Abdeckvlies auf einer Treppe in der Schule und ließen eine Klasse 20 Minuten darüber laufen. „Wir glauben, dass man es auch auf der nächsten Baustelle wieder verwenden könnte“, so Matthias. Ob das Vlies demnächst in der Firma verwendet wird, erfuhren die Schüler gestern leider nicht, da die Firmenvertreter krankheitsbedingt absagen mussten.

 

Felicitas Werner und Mareike Weßel auf Zack

Direkte Rückmeldung erhielten allerdings die Schülerinnen Felicitas Werner und Mareike Weßel von Andreas Pruß, Betriebsleiter der Marler Chemie-Firma ISP. In umfangreichen Berechnungen hatten die Schülerinnen, die krankheitsbedingt auf zwei Mitstreiterinnen verzichten mussten, vorgerechnet, dass sich eine Umrüstung der Außenbeleuchtung der Firma auf LED-Technik bereits in 4,2 Jahren rechne. „Das werde ich meinem Ingenieur auf den Tisch legen und ihn fragen, warum er da nicht selbst drauf gekommen ist“, sagte Pruß. „Im Alltag fehlt oft die Zeit, sich mit so was zu beschäftigen.“

Auch das 15 000-Euro-teure Rohr- und Blechlager mit Barcode-Scanner und Datenbank, das von vier Gesamtschülern entwickelt wurde, stieß bei Christian Busch von der Schermbecker Firma „Martin Busch & Sohn“ auf Interesse. „Da müssen wir noch mal reden, ob und wie wir das bei uns integrieren können.“ 

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