Schießstand entspricht wieder Vorgaben des Kreises

Am "Schwarzen Adler" in Bricht

Wenn der Brichter Schützenkönig Florian Anschütz am 1. Mai (Sonntag) das diesjährige Königschießen eröffnet, dann wird er den vereinseigenen Schießstand am "Schwarzen Adler" kaum wiedererkennen. Der 50 Meter lange Stand hat sich seit dem Königsschuss am 10. Mai 2015 sehr verändert.

BRICHT

, 29.03.2016, 15:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schießstand entspricht wieder Vorgaben des Kreises

An jedem Arbeitstag kamen in den letzten Wochen etwa 10 bis 15 Brichter Schützen zum Schießstand, um sich am Umbau zu beteiligen.

Alle drei Jahre wird der Schießstand vom Kreis Wesel auf seine Tauglichkeit hin überprüft. Bei der letztjährigen Überprüfung wurde unter anderem der Zustand der seitlichen Einfassung der Schießbahn beanstandet. Die Holzbefestigung, die die seitlichen Hänge vor dem Abrutschen schützen sollten, waren teilweise marode geworden und der Hang stellenweise nachgerutscht.

Während der Jahreshauptversammlung wurde im Januar die Beseitigung der beanstandeten Schwachstelle beschlossen. Ein dreiköpfiges Komitee, zu dem Georg Schwane, Thomas Cappell und Dirk Tober gehörten, bereitete die Arbeitsmaßnahme vor.

Faustdicke Überraschung

Unerwartete Unterstützung erhielt der Verein von der Dorstener Garten- und Landschaftsbaufirma Eckhard Vornbrock, bei der Georg Schwane beschäftigt ist. Als der seinen Chef fragte, wo man Winkelsteine für die Hangbefestigung kostengünstig erwerben könnte, sorgte Vornbrock für eine faustdicke Überraschung. Gemeinsam mit dem Oberhausener Baustoffhändler Werner Spahn und dem Brichter Unternehmer Peter Sligchers stellte Eckhard Vornbrock sicher, dass die Brichter Schützen 240 Winkelsteine kostenlos erhielten.

Als die Schützen vor etwa vier Wochen mit der Umbaumaßnahme begannen, da stellte die Firma Vornbrock sogar zwei Bagger zur Verfügung, mit deren Hilfe die morsch gewordenen Hölzer am Fuß der seitlichen Hänge herausgerissen werden konnten. Mit einem Minibagger wurde das Bett für die Kantensteine ausgehoben. Eine 15 Zentimeter dicke Schicht aus Hartkalkschrott musste als Unterbau hergerichtet werden.

Radlader leistete wertvolle Dienste

Am Ostersamstag wurde auf der Ostseite mit dem Aufstellen der Kantensteine begonnen. Dabei leistete der Radlader, den der Nachbar Theo Schneider den Schützen kostenlos zur Verfügung stellte, wertvolle Dienste, zumal jeder Kantenstein 40 Kilogramm wiegt.

Nach Abschluss der baulichen Maßnahme steht der Schießstand dem Verein wieder für die jährlichen Sport-Wettbewerbe zur Verfügung.

Nutzung bis 2036

Der jetzige Schießstand darf laut Vertrag vom 7. Oktober 1938 zwischen der Witwe Anna Schüring (geb. Brücker) und dem Schützenvereinsvertreter Anton Schulte-Geldermann noch bis zum 30. September 2036 genutzt werden.

Ursprünglich wurde von einem offenen Stand aus auf die 80 Meter entfernte Zielscheibe geschossen. In den 1960er-Jahren wurde der Stand auf 50 Meter verkürzt, weil nur noch mit dem KK-Gewehr geschossen wurde. Gleichzeitig wurde der Stand durch ein massives Bauwerk ersetzt.

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