Schlaglochpisten werden vorerst nicht saniert

rnWirtschaftswege

Es sollte eine der größten Investitionen im Haushalt 2020 werden. Eine Million Euro stand für die Sanierung von zwei Wirtschaftswegen zur Debatte - doch daraus wird vorerst nichts.

Schermbeck

, 19.05.2020, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte die Gemeinde in diesem Jahr den Brüner Weg sanieren - allerdings nur mit einer Förderung vom Land. „Das sind Größenordnungen und Summen, die wir ohne Fördermaßnahmen aus dem Haushalt nicht so abwickeln könnten“, sagte Bürgermeister Mike Rexforth im Oktober 2019.

Beim Brüner Weg handelt es sich um einen der meistbefahrenen Wirtschaftswege der Gemeinde. Auch der Üfter Weg sollte zum Teil saniert werden. Nach Rücksprache mit den Genehmigungsbehörden waren Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro erwartet worden.

Die werden in diesem Jahr aber nicht mehr nach Schermbeck fließen. Gerd Abelt, Vertreter des Bürgermeisters, hatte in der Sitzung des Rats im April bereits mitgeteilt, dass die Verwaltung vom Land eine Mitteilung erhalten habe, dass die Sanierung des Brüner Wegs „mangels notwendiger Finanzkapazitäten nicht mehr bezuschusst werden kann“.

Wie Ramon Huld von der Verwaltung in der Vorlage für den Bau- und Liegenschaftsausschuss ausführt, der am 27. Mai tagen wird, wurden die beantragten Fördermittel aber nicht grundsätzlich abgelehnt. Eine Bewilligung sei aber nicht mehr im Jahr 2020 zu erwarten, sondern erst im Jahr 2021.

Fördersumme wird begrenzt

Dann wird allerdings die Fördersumme pro Kommune begrenzt: So werden maximal Förderbeträge von 500.000 Euro gewährt, was beim aktuellen Fördersatz eine Gesamtausgabe von etwa 715.000 Euro bedeutet - 215.000 Euro müsste also die Gemeinde zahlen.

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Allerdings soll allein die Sanierung des Brüner Wegs insgesamt 860.000 Euro kosten. In zwei Bauabschnitten ist dies aufgeteilt: etwa 950 Meter zwischen den Straßen „Zum Brand“ und „Üfter Weg“, die etwa 470.000 Euro kosten sollen, sowie 770 Meter zwischen „Am Fuchsbau“ und „Zum Elsenberg“, für die rund 390.000 Euro benötigt würden. Der Eigenanteil der Gemeinde würde insgesamt bei 360.000 Euro liegen.

Üfter Weg soll erst 2022 saniert werden

Die Verwaltung empfiehlt Ausschuss und Rat, das Projekt ins Jahr 2021 zu verschieben. „Für den Üfter Weg wird unter der Annahme, dass wieder Fördermittel zur Verfügung stehen, eine Sanierung im Jahr 2022 geplant“, so Huld.

Bei den Gemeindestraßen will die Verwaltung drei Projekte verfolgen: die Erneuerung der Fahrbahnfläche im Wendehammer der Straße „Am Rathaus“, die Sanierung des Rad- und Gehwegs entlang der Weseler Straße und eine Sanierung per Dünnschichtbelag an der Straße „Hinter der Mauer“. Für die letzten beiden Maßnahmen sollen die Kosten ermittelt werden.

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