Schnelles Internet nach Raesfelder Vorbild

Beschluss im Rat

"Eine historische Chance für Schermbeck": So nennt Bürgermeister Mike Rexforth den Beschluss des Rats, der am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung einen möglichen Ausbau des Glasfaser-Netzes nach Raesfelder Vorbild beschlossen hat.

Schermbeck

, 02.11.2015, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am 19. November sollen die Verträge mit dem Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ unterzeichnet werden, sagte Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Auch der Landrat des Kreises Wesel, Ansgar Müller, werde zu diesem Termin im Schermbecker Rathaus erwartet, so Koch. Anschließend seien noch viele Gespräche zu den Details zu führe. Derzeit sehe es so aus, als ob drei Verteilerknoten in Altschermbeck, Schermbeck und Gahlen erforderlich seien. Auch das Gewerbegebiet soll natürlich angeschlossen werden.

40 Prozent sind die Bedingung

Wie in Raesfeld wird die Deutsche Glasfaser vor Beginn der Glasfaser-Verlegung bis in die Häuser Vorverträge mit 40 Prozent der anschließbaren Haushalte zur Bedingung machen. In Raesfeld und Erle hatte man diese Hürde nur knapp übersprungen (wir berichteten). „40 Prozent: Das ist eine Hausnummer“, gestand Rexforth. Im kommenden Jahr solle die „Nachfragebündelung“ erfolgen, so Koch. Beabsichtigt ist, eine Glasfaser-Leitung aus Erle und eine über Drevenack nach Schermbeck zu führen, so Koch. Ein „Ringsystem“ sei ausfallsicherer als eine einzelne Leitung.

Parallel sollen Gespräche geführt werden, wie man die Außenbezirke mit schnellem Internet versorgen könne, so Koch. Dazu werde man mit den Gemeinden Raesfeld, Hamminkeln und Hünxe sprechen, aber auch Techniken wie Richtfunk ins Kalkül nehmen. Notfalls müsse man auch eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Infrastruktur erwägen, so Rexforth. Wenn diese Chance verstreiche, könne es sein, dass es in den kommenden Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten, keine weitere gebe. 

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