Schwimmer Christian Keller spielte eine tragende Rolle

Diabetes-Selbsthilfe Schermbeck-Dorsten

SCHERMBECK Als Redner für den ersten Neujahrsempfang des Rheinisch-Westfälische Diabetes-Selbsthilfe Schermbeck-Dorsten e.V. am Donnerstag konnte der ehemalige Weltklasse-Schwimmer Christian Keller gewonnen werden.

von Von Hakan Keser

, 22.01.2010, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Vorstand der Diabetiker-Selbsthilfe mit Luise Bothe (Schatzmeisterin), Klaus Wasmuth (Vorsitzender), Dr. Heidrun Hoch (wissenschaftliche Beirätin), Jürgen Jütter, Dr. Ulrich Weller (wissenschaftliche Beirat), Hilmar Woldt (Kooptiertes Mitglied). Rechts der ehemaligen Weltklasseschwimmer, Christian Keller.

Der Vorstand der Diabetiker-Selbsthilfe mit Luise Bothe (Schatzmeisterin), Klaus Wasmuth (Vorsitzender), Dr. Heidrun Hoch (wissenschaftliche Beirätin), Jürgen Jütter, Dr. Ulrich Weller (wissenschaftliche Beirat), Hilmar Woldt (Kooptiertes Mitglied). Rechts der ehemaligen Weltklasseschwimmer, Christian Keller.

Keller ist selbst das beste Beispiel dafür, dass durch gute Beratung bei chronisch Kranken nicht nur Lebensqualität dazu gewonnen werden kann, sondern auch Hochleistungen möglich sind. Im selben Jahr, als seine Erkrankung festgestellt wurde, erhielt Keller die Auszeichnung „Schwimmer des Jahres 1994“. 1996 holte er mit der 4 x 200m Freistilstaffel bei Olympia die Bronzemedaille. Dr. Heidrun Hoch, wissenschaftlicher Beirat des Vereins, wies darauf hin, dass eine Diabetes-Erkrankung in der Regel sieben Jahre nicht erkannt wird. Folgeschäden seien vorprogrammiert, Lebensqualität gehe verloren. „Mitglieder des Vereins und der Verein selber bieten den Menschen die Chance, über Diabetes aufzuklären“, begründete Christian Keller seinen Auftritt. Dass die Diabetes-Erkrankung seines Schwiegervaters nicht ins Gewicht falle, hänge auch damit zusammen, dass er mit seiner Krankheit in die Öffentlichkeit gehe.

Keller erklärte, dass bei sportlicher Betätigung ein jeder sein „persönliches Olympia“ erleben könne. Hierbei gehe es aber nicht darum, sich unrealistische Ziele zu setzen, sondern um Bewegung in altersgerechter und leistungsbezogener Form. Bereits ein Spaziergang oder Fahrrad fahren in der Gruppe könne die Auswirkungen der Diabetes wirksam stoppen. Bestätigen konnten das etliche Mitglieder des Vereins, die an einem Versuch im letzten Jahr teilnahmen. Vor einem Spaziergang auf dem historischen Weg in Schermbeck wurden die Werte der Diabetiker gemessen. Danach ebenfalls. Mit eindeutigen Ergebnis: Nach dem Spaziergang waren die Werte der Teilnehmer deutlich gesunken. Nach Rechenschaftbericht und Ausblick auf das aktuelle Jahr wurde das diabetikergerechte Buffet eröffnet: „Alles ist ohne Bedenken essbar“, so Klaus Wasmuth, der herzhaft zugriff.

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