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So bestrafen die Kilianer kleine Sünden

Bataillonsnachmittag

Eigentlich müssten die Kilianer ja wissen, dass man Straftaten unterlässt, weil man sonst unweigerlich am Kilian-Montag auf der Strafbank landet. Trotzdem gibt`s immer wieder einige, die es nicht so genau nehmen mit der viel beschworenen Schützenparole "Ordnung, Einigkeit und Frohsinn" und deshalb auch die Konsequenzen zu tragen haben.

Schermbeck

, 11.07.2017 / Lesedauer: 3 min

Leutnant Christian Hötting war extra aus seinem Wohnort Mannheim angereist, um die ertappten Sünder im wahrsten Sinne des Wortes vorzuführen, was den Zuschauern sichtlich viel Freude bereitete. "Mehrere Offizierskollegen s haben immer ihr schwarzes Buch dabei", beschrieb Hötting das Auswahlverfahren der "Sünder" und ergänzte, "da wird eine ganze Menge von Verfehlungen registriert." Dass nicht alle beim Bataillonsnachmittag im Karree bestraft würden, liege daran, dass man nicht immer ein passendes Spiel finden können.

Für Ex-Kaiser Christopher (Kiki) Seibel war ein Spiel recht schnell gefunden. Da er sich von seiner Kaiserkette absolut nicht trennen wollte, wurde ein Ziegelstein an einem Draht befestigt und um seinen Hals gehängt. Erstaunlich, wie der Ex-Kaiser trotz dieser Belastung noch recht sportlich mit seiner Tänzerin durchs Karree schwebte.

Mädchenkleidung und Schminke für stattlichen Schützen

Der Schütze Jan Wolf wollte schon immer mal ein Kleid tragen. "Nichts leichter als das", dachte sich Paula Lensing und verpasste ihm recht auffällige Kleidungsstücke. Die letzten Haare an den Beinen wurde unter Anwendung eines Klebebandes entfernt und im Malkasten fand Paula Lensing ein reichliche Auswahl an Farben, um den Schützen auffallend zu schminken.

Für mehrere Verfehlungen gleichzeitig wurde André Anschütz bestraft. Seine Beine wurden zunächst mit einer dicken Schicht Pferdesalbe bestrichen. Anschließend wurde dem Sünder ein Thrombosestrumpf verpasst, der außerdem noch mit jeder Menge Folie umwickelt wurde. Da soll man sich dann noch elegant fortbewegen können. Unmöglich. Die Schadenfreude der Zuschauer war groß.

Wasserschlacht und Bankversteigerung

tBeim nächsten Mal wird Tasso Stiebels wohl seinen Zylinder besser bewachen. Für den Verlust musste das Vorstandsmitglied der Gilde ins Karree und das schallende Gelächter der Zuschauer in Kauf nehmen. Ohne eine gehörige Wasserschlacht kamen die Kilianer in der Regel bei ihren Bataillonsnachmittagen nicht aus. So war es auch diesmal. Der Thronherr Thomas Wittwer, die Reitermädels und "Scotti" waren am Montag Zielscheiben einer erfrischenden Wasserschlacht.

Während der Bestrafung wurde auch eine Aktion durchgeführt, mit deren Erlös die Kinderbelustigung finanziert werden soll. Die Kilianer versteigerten jene Bank, mit der sie sich beim letzten Straßenfest "Bankgeflüster" beteiligt hatten. Festwirt Marc Grothoff erhielt mit 500 Euro den Zuschlag.

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