SPD Schermbeck verbittet sich Einmischung in der Bürgermeisterfrage

SPD

Der Weseler SPD-Parteichef Ludger Hovest hat sich den Unmut der Schermbecker SPD zugezogen. Er hatte den Schermbecker Genossen geraten, keinen eigenen Bürgerkandidaten aufzustellen.

Schermbeck

, 23.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD-Ortsvereinsvorsitzende Petra Felisiak hat deutliche Worte an ihren Weseler Genossen Ludger Hovest geschickt.

SPD-Ortsvereinsvorsitzende Petra Felisiak hat deutliche Worte an ihren Weseler Genossen Ludger Hovest geschickt. © Helmut Scheffler

Mit den Worten „Lieber Ludger Hovest“ beginnt der offene Brief, den Petra Felisiak, Vorsitzende der Schermbecker SPD, an ihren Weseler Genossen geschickt hat. Damit enden die Freundlichkeiten. Hovest hatte in einem Zeitungsinterview festgestellt, der amtierende Bürgermeister Mike Rexforth mache seine Sache gut - es brauche deshalb keinen eigenen SPD-Kandidaten bei der Kommunalwahl 2020.

„Die SPD Schermbeck verbietet sich jede Einmischung von außerhalb und trifft ihre Entscheidungen selbstständig“, stellt Felisiak im Brief unmissverständlich klar. Es sei weder die Aufgabe des Weseler Stadtverbandsvorsitzenden noch der Weseler SPD, sich in die Wahlüberlegungen eines anderen Ortsvereins einzumischen. Felisiak: „Wir mischen uns auch nicht in Belange der SPD Wesel ein. Wir werden uns zu Kommunalwahlthemen 2020 zu gegebener Zeit konkret positionieren, ohne uns von außen bevormunden oder provozieren zu lassen.“

Dass Rexforth seine Sache gut mache, bestreite die Schermbecker SPD nicht. Dennoch: „Du als Vorsitzender eines anderen Verbandes der SPD kannst von außen nicht beurteilen, wie sich der Ortsverein Schermbeck für die kommende Kommunalwahl aufstellen sollte. Dies gilt eben auch für die Frage der Bürgermeister-Kandidatur. In Zukunft kümmere dich bitte ausschließlich um die Belange der SPD Wesel“, so Felisiak für den Vorstand.

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