Straße "Im Aap" ist in beide Richtungen geöffnet

Ampel installiert

Autofahrer können die Straße „Im Aap“ seit Mittwochnachmittag wieder in beide Richtungen benutzen. Nach einem Probelauf für die Ampelanlage an der Kanalbrücke montierten Bauhof-Mitarbeiter die Schilder (Verbot der Einfahrt) ab – die Einbahnstraße ist damit erst mal passé.

Schermbeck

, 26.07.2017, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Straße "Im Aap" ist in beide Richtungen geöffnet

Die Ampel an der Kanalbrücke der Haus-Gahlen-Straße wurde am Mittwochmorgen getestet. Wenn die Feuerwehr oder Rettungskräfte einen Einsatz in Gahlen haben, können sie die Ampel per Telefon 15 Minuten auf "Rot" schalten.

„Darf ich hier jetzt schon durchfahren?“, fragt eine Autofahrerin am Mittwochmorgen, als Vertreter von Gemeinde, Feuerwehr und der Verkehrssicherungsfirma einen Testlauf für die Ampel veranstalten. Marc Lindemann vom Ordnungsamt deutet auf zwei Verbotsschilder und erklärt, dass die Durchfahrt erst nachmittags freigegeben wird. Weitere Autofahrer fragen kurze Zeit später nach und bekommen dieselbe Antwort: Der Schleichweg, der nach der Sperrung der sanierungsbedürftigen Kanalbrücke der Maassenstraße die schnellste Verbindung von Gahlen nach Schermbeck darstellt, ist offensichtlich begehrt.

„Das klingelt einmal“

Wenn Feuerwehr oder Rettungskräfte in den kommenden Wochen nach Gahlen ausrücken müssen, wählen sie eine geheime Telefonnummer. „Das klingelt einmal, da geht auch keiner ran“, erklärt Alexander Kallmeyer von der Verkehrssicherungsfirma BAWA das Prinzip hinter der Ampelanlage, die eine Einfahrt in die Straße „Im Aap“ bei Notfällen von drei Seiten an der Kanalbrücke verbietet. 15 Minuten bleibt die Ampel dann rot. „Das ist die Zeit vom ersten bis zum letzten ausrückenden Fahrzeug“, sagt Lindemann.

Helge Dreßen, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Schermbeck, wohnt „Im Aap“ und hat während der „Einbahnstraßen-Zeit“ einiges erlebt. Wie am Sonntag etwa „mindestens 25 Autofahrer“ von der Polizei in verbotener Richtung erwischt und zur Kasse gebeten wurden. Oder wie am Montag ein junger Fahrer trotz des Verbots für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen einen 17 Meter langen 40 Tonner in die Straße steuerte und an einer Engstelle (bei Schwenzfeier) stecken blieb. „Er wäre gar nicht weiter gefahren, aber die Autofahrer haben hinter ihm gehupt“, so Dreßen. Die Gemeinde will nun beobachten, ob es mit der Ampelanlage besser funktioniert.