Stromautobahn soll nahe Dorsten verlaufen

Amprion stellt Pläne vor

Der Stromnetzbetreiber Amprion hat mögliche Trassenkorridore für die geplante Stromautobahn zwischen Emden an der Nordsee und Osterath im Rheinland vorgestellt. Die Riesen-Stromautobahn führt möglicherweise an mehreren Gemeinden in der Nähe von Dorsten vorbei.

WESEL

, 26.07.2017 / Lesedauer: 3 min

Die Korridore geben eine erste Richtung vor, wie der Verlauf der mehr als 300 Kilometer langen Erdkabeltrasse aussehen könne, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wesel mitteilte. Das Großprojekt soll Windstrom aus dem Norden in den Süden bringen.

Den bisherigen Planungen zufolge soll die Gleichstromverbindung A-Nord am dicht besiedelten Ruhrgebiet vorbeiführen - aber aus Platzgründen nicht direkt hindurch. Ausgehend von einem Konverter in Emden plant Amprion die Trassenverläufe derzeit durch die Landkreise Leer, Emsland und die Grafschaft Bentheim. 

Genaue Trassenführung noch nicht festgelegt

In Nordrhein-Westfalen sind dann Trassenverläufe durch das westliche Münsterland und im Bereich des Niederrheins angedacht. Vor allem wird der Kreis Borken betroffen sein. Die vorläufigen Pläne führen an Ahaus, Süd- und Stadtlohn vorbei. Auch Heek und Legden könnten betroffen sein. Dabei werden Siedlungen und Naturschutzgebiete vollständig umgangen.

Auch in der Nähe von Dorsten sind Gemeinden betroffen. Einer der möglichen Trassenkorridore führt an Raesfeld vorbei, die andere Variante an Schermbeck. Eine gemeinsame Lösung, die durch beide der Gemeinden führt, ist der aktuellen Planung zufolge nicht vorgesehen.

Genaue Führung noch nicht festgelegt

Die genaue Trassenführung sei aber bislang ebenso wenig festgelegt, wie die Stellen, an denen die Leitung die Ems und den Rhein überquert, hieß es vom Unternehmen. So gibt es bisher auch noch keine Tendenz, welcher der Trassenkorridore bevorzugt werden könnte. 

Die Veröffentlichung dieser Korridore soll der Auftakt für einen intensiven Bürgerdialog sein. „Unser Ziel ist es, dort viele wertvolle Hinweise zu bekommen, mit denen wir unsere Planung weiter verfeinern und optimieren können“, sagte A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering. Projektsprecher Jonas Knoop betonte auch noch einmal , dass die Einbeziehung der Bürger sehr wichtig sei.

Vorzugskorridor bis März

Im August und September sollen dazu bei 15 Terminen Bürger entlang der Korridore über das Projekt informiert werden. Im März 2018 will Amprion dann der Bundesnetzagentur einen Vorzugskorridor vorschlagen. Die Stromautobahn soll 2025 in Betrieb gehen. 

Die gesamten Pläne der möglichen Trassenkorridore finden Sie hier.

Mit Material von dpa

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