Traumnote 1,0 wurde einmal vergeben

Abi-Feier der Gesamtschule

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Ludgeruskirche begann für 79 Abiturienten der Schermbecker Gesamtschule am Freitag die zweiteilige Abiturfeier.

Schermbeck

, 03.07.2016, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Traumnote 1,0 wurde einmal vergeben

Mit dem pensionierten Musiklehrer Peter Apfelbeck sangen die Abiturienten das Lied vom „Klassenkameraden“.

Am Ende des Gottesdienstes mit dem Motto „Träume“ entließen die beiden Pfarrer Klaus Honermann (Ludgerusgemeinde) und Hans Herzog (Georgsgemeinde) die Besucher mit den besten Segenswünschen. Da es in Schermbeck keinen Festraum gibt, der mehr als 300 Personen Raum bieten kann für das gemütliche Zusammensitzen bei gleichzeitigem Programm, mussten die Abiturienten den geselligen Teil ihrer Abschiedsfeier von der Schermbecker Schule in den Borkener Vennehof verlegen.

Mehrstündiges Programm

Durch das mehrstündige Programm führten die beiden Moderatorinnen Katharina Marsfeld und Lara Kolz. Zu Beginn ihrer Festansprache erinnerte die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Niklas-Janas an die viel zu jung verstorbene Schülerin Rebecca Armborst. Niklas-Janas verband ihre Glückwünsche an die Abiturienten mit dem Hinweis, dass der Abi-Durchschnitt 2,51 (im Vorjahr 2,54) beträgt und einmal die Note 1.0 vergeben wurde.

„Besonders stolz sind wir auf ein Novum an unserer Schule“, stellte Kerstin Niklas-Janas im Hinblick auf jene neun Abiturienten fest, die am ersten Physik-Leistungskurs teilnahmen, der in Kooperation mit und an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen stattfand. Nach einer kritischen Würdigung des Abiturmottos „AbiSaurus Rex – Die Kreidezeit ist vorbei“ und einem Dank an die Eltern und Lehrer empfahl Niklas-Janas den Abiturienten in Anlehnung an eine Formulierung des Philosophen Immanuel Kant: „Seien Sie mutig!“

Viele Erinnerungen

Nach einem Grußwort von Bürgermeister Mike Rexforth wurden Buchpreise vergeben: an Lenja Hülsmann, die die Abi-Traumnote 1,0 erzielte, an Katharina Marsfeld (1,1) und an Laura Kraft (1,2). Während des gemeinsamen Essens erinnerte eine Diashow an die Mottowoche, an das Schulderby gegen das St.-Ursula-Gymnasium in Dorsten und an die Studienfahrt nach Rom. Für ihre Gesangseinlage erhielt Antonia Linneweber tosenden Applaus. In ihrer Schülerrede blickten Christina Vennemann und Dorothea Benitez-Sanchez „auf die vergangenen chaotischen und aufregenden drei Jahre“ zurück.

Dem zustimmenden Gelächter der Mitschüler konnte man entnehmen, dass die beiden Schülerinnen mit den Charakteristiken einiger Lehrer offensichtlich richtig lagen. Selbstkritisch bekannten sich die Schüler zum fehlgeschlagenen Versuch, einen Theaterkurs zu etablieren. Mit kleinen Geschenken und netten Dankesworten verabschiedeten sich die Leistungskurse von ihren Kursleitern Thorsten Ahr (Mathematik), Miriam Jacobi (Englisch), Anna Esters (Geschichte), Bert Schönberger (Englisch), Sven Merkelbach (Biologie) und Katja Brandsdor (Deutsch).

Der pensionierte Musiklehrer Peter Apfelbeck kam dem Wunsch der Abiturienten gerne nach, mit ihnen gemeinsam auf der Bühne das Lied vom „Klassenkameraden“ zu singen, das er mit ihnen vor neun Jahren beim Gesamtschulstart einstudiert hatte. „Es waren wirklich drei schöne gemeinsame Jahre“, stellte Beratungslehrerin Sabina Wichmann-Lange als Beratungslehrerin in der Rückschau fest.

Am Rande des Abiballs kam es gegen 2.20 Uhr zu einer Schlägerei mit etwa 30 Beteiligten. Die einschreitenden Polizeibeamten trennten die Kontrahenten und nahmen drei Männer (18, 20 und 23 aus Dorsten und Schermbeck) in Gewahrsam. Dabei wurden die Beamten mehrfach von aggressiven Gästen angegriffen, bedroht und übel beleidigt. Sie versuchten, die Festgenommenen zu befreien. Strafverfahren wurden eingeleitet.

Lesen Sie jetzt