Turnhalle an der Gemeinschaftsgrundschule gesperrt

Deckenkonstruktion

Die Gymnastik-Halle der Schermbecker Gemeinschaftsgrundschule musste am Donnerstag von der Gemeinde vorsorglich gesperrt werden. Möglicherweise gibt es auch dort Probleme mit der Deckenkonstruktion wie in anderen Turnhallen des Landes. Raesfeld ist davon nicht betroffen.

SCHERMBECK/RAESFELD

, 13.08.2015, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Turnhalle an der Gemeinschaftsgrundschule gesperrt

Vorläufig dürfen die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule keinen Sport in der Turnhalle treiben.

Eine Sichtprüfung am Mittwoch ergab, dass es an zwei Deckenplatten „leichte Veränderungen“ gab, wie Gemeindesprecher Frank Hindricksen auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Diese zwei Platten seien von einer Fachfirma bereits neu befestigt worden. „Es scheint sich um eine Heraklith-Decke zu handeln“, sagt Hindricksen, also jene Platten, die aufgrund falscher Befestigung nun in vielen Turnhallen NRWs herabzufallen drohen.

Ausschreibung

Mit Gewissheit können weder Hindricksen noch die Mitarbeiter des Gebäudemanagements sagen, ob es sich wirklich um Heraklith-Platten handelt. „Wenn Sie heute eine Ausschreibung machen, definieren sie nahezu jeden Nagel und jede Schraube. Damals in den 60er-Jahren, als die Halle gebaut wurde, findet sich in den Unterlagen nur ein Hinweis auf eine brandschutzsichere Decke“, so Hindricksen. Die Dreifach- und Zweifach-Sporthalle der Gemeinde sind jüngeren Datums und laut Hindricksen nicht betroffen. 

Wie geht es weiter? Die Gemeinde hat alle Vereine angeschrieben, dass die Halle derzeit nicht benutzt werden kann. Die Gemeinschaftsgrundschule verlegt den Schulsport in den kommen Tagen je nach Wetterlage nach draußen oder nutze alternativ den Mehrzweckraum, so Hindricksen.

Sachverständige

Die Gemeinde wartet nun auf ein Urteil der Sachverständigen des Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Vereins (Dekra). Einen Termin für eine Begutachtung werde es vermutlich in der kommenden Woche geben, sagte Hindricksen. „Es ist nicht so, dass man, wie teilweise geschrieben, nun mehrere Wochen darauf warten muss.“ Die Dekra habe eine Task Force für das Problem eingerichtet und auch Sachverständige aus anderen Bundesländern abgezogen, um Wartezeiten zu verkürzen.

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