Uefter Landwirt plant riesigen Hähnchenmastbetrieb

SCHERMBECK Der Ortsteil Uefte entwickelt sich zum niederrheinischen Zentrum für die Geflügelzucht und -mast. Nach den Betrieben Möllmann und Wilkskamp möchte ein weiterer Uefter im großen Stil in diesen Produktionszweig einsteigen.

von Von Helmut Scheffler

, 11.11.2008, 21:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Unser bisheriger Betrieb bleibt bestehen", erläuterte Sarah Schulte-Bocholt , die amtierende rheinische Kartoffelkönigin, im Gespräch mit der Dorstener Zeitung. Mit ihrem Vater Bernhard werde sie einen völlig neuen Betrieb gründen, "um in der Landwirtschaft zukunftsfähig zu bleiben."

"Unser bisheriger Betrieb bleibt bestehen", erläuterte Sarah Schulte-Bocholt , die amtierende rheinische Kartoffelkönigin, im Gespräch mit der Dorstener Zeitung. Mit ihrem Vater Bernhard werde sie einen völlig neuen Betrieb gründen, "um in der Landwirtschaft zukunftsfähig zu bleiben."

Keine Umweltverträglichkeitsprüfung

Der Kreis Wesel hat auf die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet. Eine solche Prüfung wäre für einen Betrieb zur Aufzucht von Mastgeflügel bei einer Tierplatzzahl von 30 000 bis 40 000 Tieren nur dann erforderlich gewesen, wenn das Vorhaben nach Einschätzung der zuständigen Behörde "erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann."

Wie der Kreis Wesel mitteilt, "hat die standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles ergeben, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen durch Errichtung und Betrieb der Geflügelmastanlage nicht zu erwarten sind." Die Schulte-Bocholt GbR plant eine Mastanlage mit 39 900 Geflügelplätzen.

Im Rahmen der standortbezogenen Vorprüfung wurden verschiedene Kriterien überprüft. Nach Mitteilung Dr. Lothar Kriegers, des Koordinators der Fachgruppe 60-3: Immissionsschutz beim Kreis Wesel, wurde die ökologische Empfindlichkeit des geplantes Standortes nach mehreren Kriterien bewertet, die im Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 25. Juni 2005 vorgesehen sind. Die bestehende Nutzung wurde ebenso herangezogen wie Reichtum, Qualität und Regenerationsfähigkeit von Wasser, Boden, Natur und Landschaft des Gebietes.

Im Rahmen des Verfahrens wurde auch die Gemeinde Schermbeck befragt. Wie Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter mitteilte, hat die Gemeindeverwaltung das gemeindliche Einvernehmen am 29. Oktober erteilt. Es handle sich um einen privilegierten landwirtschaftlichen Betrieb. Die Gemeinde habe sich nur zum Planungsrecht zu äußern.

Grüter: Politiker mussten nicht informiert werden

Die Einschaltung eines gemeindlichen Ratsausschusses ist laut Grüter in diesem Fall nicht erforderlich gewesen.

"Wenn wir Betrieben helfen können", so Grüter, "dann können wir das nur tun, wenn sie umweltverträglich sind, zumal dann, wenn Arbeitsplätze geschaffen werden."

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