Verfahren zum Schermbecker Tierkrematorium verzögert sich wegen Corona

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Wegen Corona wird die Offenlage der Tierkrematoriums-Pläne wiederholt. Das ändere nichts an Schermbecks Ablehnung des Projekts, sagt Bürgermeister Rexforth. Die sei längst amtlich.

Schermbeck

, 18.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit einem Bericht zum Planungsstand des Tierkrematoriums am Hufenkampweg wendet sich Bürgermeister Mike Rexforth an die Schermbecker Bürger. „Die aktuelle Offenlage des Kreises Wesel hat diesbezüglich für etwas Verwirrung gesorgt“, begründet Rexforth sein Vorgehen.

Bei der Offenlage im Frühjahr dieses Jahres wurden viele Einwendungen unmittelbar und ausschließlich beim Kreis Wesel als der zuständigen Genehmigungsbehörde eingereicht. Diese prüft und bewertet die Einwendungen.

Gemeinde Schermbeck hat ihre Ablehnung kundgetan

„Im Rahmen der ersten Offenlage der Antragsunterlagen vom 21. Februar bis 20. März und der vom Kreis Wesel damals festgesetzten Beteiligungsfrist hat die Gemeinde Schermbeck fristwahrend am 25. März eine detaillierte vorläufige Stellungnahme abgegeben“, berichtet der Bürgermeister.

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Die in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vom 28. Januar beschlossene Ablehnung des geplanten Tierkrematoriums habe bei der Erstellung dieser vorläufigen Stellungnahme eine entsprechende Berücksichtigung gefunden. Mit der pandemiebedingten Streichung der Ausschusssitzungen im April konnte eine Ausschussberatung hierzu nicht stattfinden.

Corona-Pause bedingt erneute Offenlage

Wegen der Corona-bedingten Schließung der Verwaltungsgebäude während der ersten Offenlage und wegen geänderter Antragsunterlagen wurde eine erneute Offenlage angeordnet. „Diese Antragsunterlagen“ so Rexforth, „wurden der Gemeinde Schermbeck am 3. Juli durch den Kreis Wesel zur Verfügung gestellt.“ Zu dem vom Kreis Wesel aktuell nochmals durchgeführten Beteiligungsverfahren werde die Gemeinde Schermbeck erneut eine Stellungnahme abgeben.

„Grundlage werden“, so Rexforth, „auch hier der ablehnende Beschluss im Planungs- und Umweltausschusses vom 28. Januar sowie die Stellungnahme vom 25. März sein. Eine gemeindliche Stellungnahme soll bis zum 26. Juli erarbeitet und zwischen dem 27. und 31. Juli per E-Mail mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen abgestimmt werden.

Nach der fristwahrenden Einreichung zum 3. August ist dann eine abschließende Beratung im Planungs- und Umweltausschuss am 25. August geplant. „Am 26. August soll das Beratungsergebnis dem Kreis Wesel nachgereicht werden“, kündigt Rexforth an und fügt hinzu, „ich hoffe, damit ist die Rolle der Gemeinde Schermbeck in dem laufenden Verfahren nochmals deutlich geworden.“

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