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Verlängerung der Nachfragebündelung bis zum 14. Mai

Deutsche Glasfaser

"Wir gehen in die Verlängerung." Das hat das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" bekannt gegeben, das in Schermbeck Glasfaser in die Häuser des Ortskerns verlegen will, wenn 40 Prozent der Haushalte entsprechende Verträge abschließen. Neuer Stichtag ist der 14. Mai.

Schermbeck

, 21.04.2016 / Lesedauer: 3 min

Noch rund 300 Verträge mit der „Deutschen Glasfaser“ müssen bis zum 14. Mai abgeschlossen werden, damit der Schermbecker Ortskern schnelles Internet über Glasfaser erhält. Das sagte Projektleiter René Fuchs am Donnerstagnachmittag. Mit 40 Prozent der anschließbaren Haushalte will das Unternehmen wie berichtet Verträge, bevor es die millionenschwere Investition in Schermbeck tätigt. „Ein hartes Stück Arbeit“ erwartet Fuchs, der auf rund 1000 Verträge bislang verweist. „Damit landen wir bei 31,32 Prozent.“ Von der Anzahl der Haushalte sei das „ein richtig gutes Ergebnis“, so Fuchs. „Da braucht sich Schermbeck nicht zu verstecken.“ Aber die Gemeinde gehöre auch zu den größeren Kommunen, in denen die „Deutsche Glasfaser“ tätig ist.

Zähe Verhandlungen

Die Verlängerung, gesteht Bürgermeister Mike Rexforth, habe man in zähen Verhandlungen mit dem Unternehmen rausgeholt. „Ich wäre sehr enttäuscht gewesen, wenn man die Bücher zugemacht hätte.“ Er persönlich und Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch wollten in den kommenden drei Wochen „noch mal richtig Gas geben“. Er wolle sich nicht in fünf oder zehn Jahren vorwerfen lassen: „Warum hast du dich nicht gekümmert?“ Deshalb will er alle Haushalte im Ortskern erneut anschreiben. „Brandbrief“, nennt das Rexforth, in dem er die Notwendigkeit für die neue Infrastruktur schildern will. Außerdem überlege man, mit dem Infomobil mehr Stellen in der Gemeinde anzufahren, um „enger an die Leute ranzukommen“. Denn immer noch seien einige nicht informiert. „Manche dachten, wir vertreiben Glasreiniger“, so Rexforth. Er wünsche sich, dass alle Ratsmitglieder das Projekt vorantreiben. CDU und SPD würden in den kommenden Tagen eine Erklärung abgeben.

Kein „Flickenteppich“

In keinem Straßenzug sei kein Vertrag abgeschlossen worden, so Fuchs. Gleichwohl, so Rexforth, gebe es Stellen mit weniger Nachfrage, was vielleicht auch an der Altersstruktur liege. Einen „Flickenteppich“, also nicht erschlossene Straßen, wolle man aber vermeiden, sagte Rexforth. Im Gewerbegebiet treffe man auf hohe Nachfrage, sagt Fuchs. Allerdings, so Rexforth: „Das Gewerbegebiet ist abhängig vom Privatkundenbereich.“ Nur wenn dort 40 Prozent erzielt würden, könne auch das Gewerbegebiet angeschlosse werden. Auf die oft gestellte Frage „Wieso sollten wir die Firmen subventionieren?“, antwortet Rexforth, dass dieses „ein autarkes Poplygon“ sei. „Man finanziert nicht das Gewerbegebiet“. Falls aber Firmen aufgrund unzureichender Internetanbindung abwanderten, dadurch Gewerbesteuereinnahmen fehlten, „wird es definitiv Einschnitte geben müssen."

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