Verständigung durch Musik

Gesamtschule Schermbeck

Um ein Musikprojekt und einen Besuch einer ungarischen Partnerschule zu finanzieren, benötigte die Schermbecker Gesamtschule Geld. Das hat sie jetzt bekommen, und zwar von zwei verschiedenen Stellen.

Schermbeck

, 07.09.2017 / Lesedauer: 2 min
Verständigung durch Musik

Als Leiter der Weseler Filiale der Sparda-Bank West überreichte Jens Schulz (6.v.r.) am Mittwoch der Gesamtschule einen Scheck über 2000 Euro.

Beim fünften „Sparda-Bank West“-Schülerwettbewerb „Wir schaffen gemeinsam mehr!“ wurden Projekte gefördert, bei denen sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig unterstützen, miteinander engagieren und für ein gemeinsames Ziel einsetzen. Aus 415 eingereichten Projekten kam die Gesamtschule auf Platz 25 und erhielt deshalb am Mittwoch einen Scheck über 2000 Euro von Jens Schulz, Leiter der Weseler Sparda-Zweigstelle über die große Resonanz. 8296 Euro bekommt die Gesamtschule von der Stiftung „EVZ – Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, die sich vor dem Hintergrund von Antisemitismus zum Ziel gesetzt hat, Projekte zu fördern, die beitragen können, Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass gegenüber Sinti, Roma und Juden in Europa zu beseitigen.

Kleines Orchester

Bezuschusst wird das Gesamtschulprojekt „Music for peace“. „Wir treffen uns mit Schülern und Lehrern unserer ungarischen Partnerschule in Schermbeck“, berichtet Schulleiter Norbert Hohmann. Die Gäste der Partnerschule „Lauder Javne Iskola“ halten sich vom 17. bis 24. September in Schermbeck auf. „Wir bilden ein kleines Orchester und üben für ein gemeinsames Abschlusskonzert, das am 23. September um 18 Uhr in unserer Schulaula beginnt“, so Lehrer Peter Grotendorst. Die musikalische Leitung übernehmen Christina Spellerberg und Edgar Möllmann. Die Schüler lernen Klezmer-Musik als traditionelle Musik mit jüdischen Wurzeln kennen und spielen. „Natürlich wurde schon zu Hause fleißig geübt, damit es ein anspruchsvolles und schönes Abschlusskonzert wird“, so Hohmann.

Mit den ungarischen Schülern soll auch das Thema erörtert werden, wie das Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen gestaltet werden kann. Schüler und Lehrer wollen untersuchen, wie Diskriminierung aussieht, was mögliche Gründe dafür sind und wie man sich angemessen verhalten kann. Hohman: „Dabei ist unser gemeinsames Musizieren ein gutes und leuchtendes Beispiel für gute Beziehungen über Grenzen hinweg.“ Während ihres Schermbeck-Aufenthaltes sollen, so Hohmann, die ungarischen Gäste außer ihren Gastfamilien und der Schule „auch die Schönheit und einige kulturelle Sehenswürdigkeiten unserer Heimat“ kennenlernen. Für das kommende Jahr ist ein Gegenbesuch in Budapest geplant. 

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