Vollsperrung der Mittelstraße sorgt für Aufreger

Ratssitzung

Die Vollsperrung der Mittelstraße am Freitag (9. Dezember) hatte im Rat ein Nachspiel. Denn die Gemeinde hatte versäumt, die Presse im Vorfeld der „Schönen alten Weihnachtszeit“ darüber zu informieren. Das teilte Bürgermeister Mike Rexforth mit. Die dadurch verursachten Staus blockierten Rettungswege in die Georgstraße.

SCHERMBECK

, 22.12.2016, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vollsperrung der Mittelstraße sorgt für Aufreger

Zahlreiche Besucher kamen am Samstag zum Schermbecker Fest "Schöne alte Weihnachtszeit".

„Es war katastrophal“, schilderte Holger Schoel (Grüne) seinen Eindruck von den Verhältnissen an der Georgstraße an diesem Tag: „Im Notfall hätten dort Menschen sterben können.“ Er habe versucht, im Rathaus anzurufen, bekam aber nur den Anrufbeantworter an die Strippe. Der riet, in dringenden Fällen die 110 oder 112 anzurufen. „Ich habe dann die 110 angerufen, was mir eigentlich nicht recht war.“

Herausgabe der Rufbereitschafts-Nummer ist untersagt

Auf Anfrage von Ulrike Trick (Grüne), weshalb die Kreisleitstelle der Polizei die Herausgabe der Rufbereitschafts-Nummer des Ordnungsamtes verweigert habe, antwortete Rexforth, dass der Kreisleitstelle dies untersagt sei. Die Leitstelle entscheide, wann ein Einsatz geeignet sei, um die Rufbereitschaft zu informieren.

Selbst die Polizei steckte im Stau fest

Die Polizei habe selbst Probleme gehabt, zur Georgstraße zu gelangen, die durch Mülltonnen und parkende Autos zusätzlich verengt gewesen sei, schilderte Schoel. Als weitere Autos nachrückten, seien selbst die Ordnungshüter nicht mehr aus der Straße gekommen. Schoel fragte, was wohl passiert wäre, wenn ein Anwohner einen Herzinfarkt bekommen hätte. Rexforth zeigte sich einsichtig. „Wir geloben Besserung. Ab jetzt werden wir uns so etwas kritischer angucken. Das wird in der Form so nicht mehr passieren“, sagte der Bürgermeister.

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