Waldbauern informierten sich über Maßnahmen der Schadensbehebung

Drei Jahre nach Kyrill

SCHERMBECK Mit den Maßnahmen zur Behebung der Schäden des Sturmtiefs „Kyrill“ im Bereich der Forstbetriebsgemeinschaft Schermbeck-Drevenack (FBG) befasste sich eine Exkursion, zu der FBG-Vorsitzender Walter Thiemann die privaten Waldbauern eingeladen hatte.

von Von Helmut Scheffler

, 19.03.2010, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maßnahmen zur Behebung der Schäden des Sturmtiefs »Kyrill« wurden von privaten Waldbauern während einer Exkursion besichtigt.

Maßnahmen zur Behebung der Schäden des Sturmtiefs »Kyrill« wurden von privaten Waldbauern während einer Exkursion besichtigt.

Auf einem nährstoffärmeren Boden des Gutes Schwarzenstein wurde 2007 nach der Aufarbeitung des Sturmholzes und dem Zerhäckseln des Restmaterials eine Naturverjüngung in Richtung Kiefernbewaldung angestrebt. Das ist aus betriebswirtschaftlicher und ökologischer Sicht vollauf gelungen. Die sehr anpassungsfähige Kiefer ist gut herangewachsen und zeigt keinen Wildverbiss wie die nahen Brombeeren. Faulbaum und Birke, die derzeit als Konkurrenzpflanzen heranwachsen, sollen in ein bis zwei Jahren ausgelichtet werden.

Es gibt auch Flächen, auf denen die Naturverjüngung nicht funktioniert hat. Eine solche etwa 2500 Quadratmeter große Fläche des Landwirts Dickmann wurde vom Adlerfarn gänzlich überwuchert und ließ daher der Naturverjüngung keine Chance. Die Fläche bot mit ihrem Nährstoffreichtum und mit einer ganzjährig etwa gleichmäßig vorhandenen Wasserversorgung ein optimales Bedingungsfeld für den Adlerfarn. Ein Biozideinsatz wäre wenig erfolgreich und ist zudem auf Flächen der zertifizierten FBG verboten. „Einzig sinnvoll ist hier eine künstliche Anpflanzung“, empfahl Körschgen.

Lesen Sie jetzt