Warum Schnelligkeit beim Schubkarrenrennen nicht alles ist

Schubkarrenrennen

Nur alle vier Jahre rennen Teams in Schermbeck beim Schubkarrenrennen um den „Schlopi“-Ring. Doch Geschwindigkeit ist dabei nicht alles.

Schermbeck

, 21.09.2019, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Schnelligkeit beim Schubkarrenrennen nicht alles ist

Mit 39 Sekunden schaffte der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck im Jahr 2016 den zweiten Platz in der Schnelligkeitsrunde. © Foto: Helmut Scheffler

Die Kolpingsfamilie veranstaltet das 18. Schubkarrenrennen am Karnevalssonntag (23. Februar 2020). Alles steht und fällt dabei mit der Bereitschaft Schermbecker Gruppen, mit einer originell gestalteten Karre an den Start zu gehen. 1924 wurde der Brauch eingeführt.

Warum Schnelligkeit beim Schubkarrenrennen nicht alles ist

Im Jahre 1924 wurde zum ersten Mal ein Schubkarrenrennen veranstaltet. © Scheffler (Repro)

Am Dienstagabend wurden in der Gaststätte „Nappenfeld`s“ von Guido Heßbrüggen und Christa Hülsdünker die Planungen vorgestellt und dabei gleichzeitig Einladungen zur Teilnahme an dem Rennen ausgesprochen. Eine Schubkarre muss mit einem originellen Aufbau versehen werden. Die Karre darf nur mit einem Rad versehen sein.

Ein Gruppenmitglied muss die Karre schieben, und ein Mitglied muss in der Karre geschoben werden. Die Größe der begleitenden Fußgruppe ist nicht exakt begrenzt. Es sollten aber nach Möglichkeit nicht mehr als zehn Personen antreten.

Rasante Karren

Der Weg, den die Rennfahrer mit ihren rasanten Karren zurücklegen müssen, hat es in sich. Auf der Schlossstraße steht man in Höhe des Hauses Flammer in den Startlöchern. Von dort geht es hinab zur Erler Straße. Hinter der scharfen Kurve an der Bäckerei folgt der Steilanstieg zur Gaststätte „Nappenfeld´s“. Durch die Brunnenstraße finden die Schubkarrenrenner den Weg zur Schlossstraße zurück.

Letztere hat der Rennstrecke den Namen „Schlopi-Ring“ (Abkürzung für Schlossstraße und Pipi) gegeben, wobei der zweite Teil des Namens auch noch sechseinhalb Jahrzehnte nach Einbau der Kanalisation in Schermbeck daran erinnert, dass die Jauche früher frei die Straße hinunterlaufen konnte.

Ab 12.30 Uhr treffen sich die Gruppen auf dem Parkplatz der Gesamtschule. Die Blaskapelle „Einklang“ wird die Gruppen beim kurzen Umzug begleiten. Der Start zum Rennen wird um 14 Uhr erfolgen.

Mindestens drei Runden

Mindestens dreimal werden die Karren über den „Schlopi-Ring“ rasen. In der „Warm-up“-Runde werden die teilnehmenden Gruppen vorgestellt. In der zweiten Runde muss der Ring möglichst schnell durchlaufen werden. In der dritten Runde werden Hindernisse eingebaut. Ob es eine Publikumsrunde geben wird, ist vom Tagesablauf abhängig.

Einige Gruppen haben sich am Dienstag schon angemeldet. Dazu gehören eine Altschermbecker Freundesgruppe ebenso wie ein Mädel-Stammtisch, der Kegelclub „Kolonne Chaos“, der Kegelclub „Pegel-Puppen“, der Kegelclub „Segelclub“, der in diesem Jahr zum dritten Mal antritt, und die Gruppe „Frühschoppen & friends“, die bei acht Starts bereits fünfmal besonders geehrt wurde.

Anmeldung noch möglich

Weitere Vereine oder Gruppen können sich noch anmelden. Mehr als 20 Gruppen sollen allerdings nicht starten, weil dann der Ablauf zu stark verzögert wird. Beim letzten Mal waren es 19 Gruppen.

Anmeldungen sollten so schnell wie möglich erfolgen, sind aber noch bis Ende Oktober möglich (christa.huelsduenker@gmail.com; hessbrueggen@online.de). Auf der Homepage www.vor-ort.kolping.de/Kolpingsfamilie-schermbeck findet man auch die Namen weiterer Ansprechpartner. Wenn zwei Gruppen dasselbe Motto angeben, kriegt die zuerst angemeldete Gruppe den Zuschlag.

Keine Gruppe verriet das geplante Motto ihrer Schubkarre, aber am Rande sickerte durch, dass auch in diesem Jahr wieder einige lokalpolitische Themen angepackt werden sollen.

Etwa Mitte Januar 2020 wird es einen weiteren Informationsabend bei „Nappenfeld´s“ geben. Dann soll der konkrete Ablauf besprochen werden. Schon jetzt steht fest, dass private Getränkestände an der Strecke nicht zugelassen werden. Die Bewirtung übernimmt die Kolpingsfamilie an einigen festen und mobilen Theken.

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